Artemis: Erster Startversuch von SLS abgebrochen

Wegen diverser Probleme mit dem flüssigen Wasserstofftreibstoff wurde der erste Testflug zum Mond mit der SLS-Schwerlastrakete verschoben.

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Probleme beim Vorkühlen der Triebwerke führten zum Startabbruch
Probleme beim Vorkühlen der Triebwerke führten zum Startabbruch (Bild: Nasa TV / Screenshot: Golem.de)

Die SLS-Schwerlastrakete sollte zu ihrem ersten Flug starten. Aber schon während der live übertragenen Startvorbereitungen kam es immer wieder zu Problemen mit dem flüssigen Wasserstoff. Zuerst musste wegen schlechten Wetters die Betankung der Rakete um fast eine Stunde verschoben werden. Dann trat ein Leck an einer der Treibstoffleitungen auf, das dann aber unter genauer Beobachtung der Wasserstoffkonzentration in der Nähe der Leitung ignoriert wurde, genauso wie ein Riss in der Wärmeisolation des Wasserstofftanks.

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Dazu kam ein Problem bei der Vorkühlung mit dem flüssigen Wasserstoff in einem der vier Haupttriebwerke, das dabei nicht die geplante Temperatur erreichte. Nach einer Unterbrechung des Countdowns und mehreren Stunden Verzögerung ohne klare Aussagen wurde der Startversuch schließlich abgebrochen. Technische Probleme und Verzögerungen sind beim Start neuer Raketen zwar normal, allerdings sollte das Vorkühlen der Triebwerke ein Teil des letzten Betankungstests im Juni 2022 gewesen sein. Dieser Test wurde aber wegen eines weiteren Lecks in einer Wasserstoffleitung nicht durchgeführt und der Betankungstest für erfolgreich erklärt.

Das Missionsziel war ein sechswöchiger Testflug des Orion-Raumschiffs im Mondorbit, mit anschließender Rückkehr zur Erde am 10. Oktober 2022. Der Flug soll zur Vorbereitung eines Mondflugs mit Besatzung im Jahr 2024 sowie einer späteren Mondlandung dienen, die derzeit noch für 2025 geplant ist. Im Orion Raumschiff befinden sich 3 Testdummies zur Messung der Beschleunigungskräfte und der Strahlungsbelastung der Besatzung. Hinzu kommen zehn 14 kg schwere Cubesats, die während der Mission ausgesetzt werden.

Orion flog bereits 2014

Es sollte der zweite Testflug des Orion-Raumschiffs sein, das sich seit 2004 in Entwicklung befindet. 2014 flog erstmals eine Orion-Kapsel ohne Crew und Lebenserhaltung und testete einen Wiedereintritt in die Erdatmosphäre aus einem hohen Erdorbit sowie die Landung. Während des Flugs zum Mond wird Orion von einem europäischen Service Modul angetrieben, das ein gebrauchtes Manövriertriebwerk eines Spaceshuttles als Haupttriebwerk verwendet. Zusammen haben sie ein Gewicht von 23,4 Tonnen.

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Die SLS-Schwerlastrakete selbst wird von vier gebrauchten RS-25 Space Shuttle Haupttriebwerken angetrieben, die jeweils schon mehrere Missionen geflogen sind und nicht mehr zuverlässig die volle Leistung erreichen. Hinzu kommen zwei Feststoffbooster der gleichen Bauart wie beim Spaceshuttle, allerdings verlängert auf fünf statt nur vier Segmente. Die Oberstufe wurde von der viel kleineren Delta-IV-Rakete übernommen und ist für eine Rakete dieser Größe stark unterdimensioniert. SLS kann in der heutigen Form nur etwas mehr als die Hälfte der möglichen Nutzlast zum Mond transportieren.

Der nächste Startversuch wird voraussichtlich am Freitag, den 2. September 2022, stattfinden. Jedoch wird bei weiteren Verschiebungen eine deutliche Verschlechterung der Wetterbedingungen befürchtet. Schon heute gab es mehrfach Probleme durch Gewitter in der Nähe der Startrampe.

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