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Artemis Accords: Sicherheitszonen für sicheren und effizienten Rohstoffabbau

Der Abbau von Rohstoffen sollte im Mondvertrag von 1979, den die USA nicht unterschrieben haben, nur erlaubt sein, wenn er der gesamten Menschheit dient - auch Menschen in weniger entwickelten Staaten. Dadurch sollte verhindert werden, dass Rohstoffe bestimmter Himmelskörper nur Menschen aus einzelnen Staaten zugutekommen und damit für diese Staaten ein Anreiz besteht, Besitz von dem Himmelskörper zu ergreifen.

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In den Artemis Accords sollen die Unterzeichner in Sektion 10 hingegen bestätigen, dass mit dem Abbau von Rohstoffen auch durch private Unternehmen kein Versuch staatlicher Aneignung verbunden ist. Allerdings sehen die Artemis Accords eine Reihe von Privilegien für private Unternehmen vor und die Nasa hat die kommerzielle Nutzung des Mondes auch als klares Ziel formuliert.

Die fast gleichzeitige Etablierung der US Space Force und die Planungsspiele an den US-Militärakademien zum Bau von Militärbasen mit Soldaten auf dem Mond geben ernsthaften Anlass zu der Sorge, dass die Interessen US-amerikanischer Unternehmen auf dem Mond im Zweifelsfall auch mit Waffengewalt durchgesetzt werden könnten.

Sorgen vor territorialer Aneignung werden von Sektion 11 nur noch bestärkt. Denn zur Konfliktlösung sollen im Umfeld von Forschungs- und kommerziellen Aktivitäten "Sicherheitszonen" eingerichtet werden. Sie dienen neben der Durchführung wissenschaftlicher Untersuchungen vor allem der "sicheren und effizienten Extraktion und Nutzung von Rohstoffen."

Diese Sicherheitszonen sollen dem Generalsekretär der Vereinten Nationen lediglich mitgeteilt werden. Die Regeln zur Einrichtungen von Sicherheitszonen sollen zwar durch multilaterale Anstrengungen bestimmt werden, aber ohne feste Institutionen oder unabhängige Schlichtungsstellen ist eine Bevorzugung der USA schon deswegen unvermeidlich, weil der Zweck der Artemis Accords in Sektion 1 die Förderung des amerikanischen Artemis Programms ist.

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Russland und China vermuten Kolonialisierung des Weltraums durch die Hintertür

Die Eisvorkommen in den Kratern am Nord- und Südpol des Mondes wecken schon jetzt Begehrlichkeiten. Die Sicherheitszonen sollen zwar nur temporär sein und sich mit den Aktivitäten in der Sicherheitszone ändern. Aber bei dauerhaften Aktivitäten stünde auch einer dauerhaften Sicherheitszone nichts entgegen. Wenn etwa vielversprechende Eisvorkommen wegen der Abbauaktivitäten zu Sicherheitszonen erklärt würden, wären diese Sicherheitszonen dort von staatlichen Territorialansprüchen wie auf der Erde kaum noch zu unterscheiden.

Wie ernst die Probleme sind, zeigt auch die geringe Zahl der Unterzeichnerstaaten, die ihre Bewerbung mangels unabhängiger Stellen direkt an die USA richten müssen. Bislang haben erst acht Staaten die Artemis Accords unterzeichnet - neben den USA sind das Kanada, Australien, Großbritannien, Luxemburg, Italien, Japan und die Vereinigten Arabischen Emirate. Die Esa hat die Artemis Accords nicht unterzeichnet, obwohl sie an den Artemis-Missionen direkt beteiligt ist, weil sie die Stromversorgungs- und Antriebssektion der Orion-Raumschiffe liefert und Teile des Lunar Gateway. Stattdessen soll ein Memorandum of Understanding unterschrieben werden, ohne die Artemis Accords.

China bezeichnete die Artemis Accords als fadenscheinigen Versuch, die Weltraumprojekte des Landes einzuschränken und als Versuch der Kolonialisierung des Mondes. Harsche Kritik gab es auch aus Russland von Roskosmos Chef Dmitiry Rogozin. "Wir werden in keinem Fall den Versuch der Privatisierung des Mondes akzeptieren. Es ist illegal und widerspricht internationaler Gesetzgebung."

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 Artemis Accords: Mondverträge mit bitterem Beigeschmack
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zilti 23. Okt 2020 / Themenstart

Ja, und den Vertrag hat die USA ja nicht unterzeichnet...

lestard 20. Okt 2020 / Themenstart

Das glaube ich nicht. Denn bei Viren wirkt wieder Evolution und es ist gut Möglich, dass...

Thargon 18. Okt 2020 / Themenstart

dass in der Kolonialisierungswelle des 21. Jahrhunderts wohl keine Völker unterdrückt...

Ach 16. Okt 2020 / Themenstart

Genau das ist es doch das, was mich an der De. Geschichte dann doch sehr fasziniert hat...

Lanski 16. Okt 2020 / Themenstart

+1 Plumper Derailingversuch mit fakten abgewehrt. Danke dafür. :)

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