Arrowhead: Helldivers 2 schrumpft auf PC von 154 GByte auf 23 GByte

Das Actionspiel Helldivers 2 wird auf dem PC deutlich schlanker: Im Blog(öffnet im neuen Fenster) kündigt das Entwicklerstudio Arrowhead an, dass die Installationsgröße von etwa 154 GByte auf rund 23 GByte sinkt. Das entspricht einer Einsparung von etwa 131 GByte und nimmt dem Spiel einen Großteil seines bisherigen Speicherhungers.
Ermöglicht wird die Daten-Diät durch das Entfernen zahlreicher mehrfach abgelegter Daten. In der bisherigen PC-Version lagen viele Assets wie Texturen oder Levelbausteine doppelt oder mehrfach vor.
Die Idee dahinter: Wer mit klassischer Festplatte spielte, profitierte davon, wenn häufig benötigte Dateien möglichst dicht beieinander lagen. Der Lesekopf musste dann weniger springen und ganze Missionspakete ließen sich schneller einlesen.
Mit der Verbreitung von SSD-Hardware ist dieser Ansatz jedoch kaum noch relevant. SSDs greifen ohne nennenswerte Verzögerung auf verstreute Speicherbereiche zu, so dass physische Nähe keinen spürbaren Vorteil mehr bringt. Die Duplikate sorgten also vor allem für aufgeblähte Installationen, ohne heutigen technischen Nutzen.
Darum wurde das Datenlayout neu aufgesetzt. Laut den Entwicklern sinkt die Installationsgröße nicht durch gestrichene Inhalte, sondern durch saubere Bereinigung.
Helldivers 2: Kleinere PC-Version ab sofort vorab verfügbar
Gleichzeitig soll der Komfort erhalten bleiben: Interne Messungen zeigen, dass Ladezeiten auf HDD-Systemen nur um wenige Sekunden steigen. Der entscheidende Faktor beim Levelstart ist ohnehin die prozedurale Generierung der Karten, und diese bleibt unverändert.
Wer die kompakte Version sofort nutzen möchte, kann in Steam über den Beta-Zweig "prod_slim" wechseln. Fortschritt, gekaufte Inhalte und Matchmaking sollen dabei wie gewohnt funktionieren.
Für eine Übergangszeit sei auch der Rücksprung auf die bisherige Version möglich, falls es Probleme geben sollte. Perspektivisch soll die schlanke Variante der Standard für alle PC-Spieler werden, sobald der Testlauf stabil abgeschlossen ist.
Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang eine Kennzahl, die Arrowhead mitgeliefert hat: Unter den PC-Nutzern spielt nur ein relativ kleiner Teil noch von einer klassischen Festplatte aus.
Etwa jeder zehnte PC-Spieler fällt laut den Daten in diese Gruppe. Für die übrigen bedeutet das rückblickend, dass sie die aufgeblasene Installation vor allem aus Rücksicht auf eine Minderheit mittragen mussten.



