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Arrow Lake-S: Intel bringt neue Core Ultra 200S Plus für den Desktop

Intels Core Ultra 7 270K Plus und Core Ultra 5 250K Plus kommen mit mehr Kernen und schnellerem Speicher. Die Preise sind eine Kampfansage an AMD .
/ Johannes Hiltscher
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Die Testmuster der Intel Core Ultra 7 270K und Core Ultra 5 250K sind bereits in der Golem-Redaktion angekommen. (Bild: Mike Faust/Golem.de)
Die Testmuster der Intel Core Ultra 7 270K und Core Ultra 5 250K sind bereits in der Golem-Redaktion angekommen. Bild: Mike Faust/Golem.de

Bis zum Start von Nova Lake dauert es noch ein wenig, daher aktualisiert Intel seine Desktop-CPUs der Core-Ultra-200-Reihe.

Die beiden neuen Modelle Core Ultra 7 270K Plus und Core Ultra 5 250K Plus bekommen im Vergleich zum jeweiligen vorherigen Spitzenmodell vier zusätzliche E-Cores. Der 270K Plus kommt damit auf die gleiche Kernanzahl wie die Core Ultra 9 285 (Test) , der 250K schließt mit 18 Kernen fast zu den Core Ultra 7 265 auf.

Der maximale Takt der P-Cores bleibt beim 270K Plus mit 5,5 GHz identisch zum 265K, der 250K darf mit 5,3 GHz minimal schneller takten als der 245K. Deutlich mehr Takt gibt es allerdings an anderer Stelle: Das Die-to-Die-Interface, welches Compute- und SoC-Tile verbindet, darf bis zu 900 MHz höher takten.

Games profitieren von höherem Takt

Damit sollen insbesondere die Latenzen von Speicherzugriffen sinken, was bei Spielen spürbar ist. Die CPUs sind mit allen Chipsätzen der Serie 800 kompatibel und können übertaktet werden.

Mehr Kerne und niedrigere Latenzen machen sich bemerkbar: Intel verspricht in Spielen ein Leistungsplus von 15 (270K Plus) und 13 Prozent (250K Plus). Rechnen alle Kerne, sieht Intel die Prozessoren deutlich vor AMDs Ryzen 9700X und 9600X, gegen die sie positioniert sind. Zwischen 83 und 103 Prozent liegt der Vorsprung in den gezeigten Benchmarks.

Das ebenfalls neu vorgestellte Binary Optimization Tool soll zudem den Befehlsdurchsatz (IPC, Instructions Per Cycle) verbessern. Dazu werden Profiling-Informationen gesammelt, Anwendungen müssen anschließend mit Intels Compiler neu übersetzt werden. Der nutzt die gesammelten Daten dann zur Optimierung.

Schneller Speicher und 4 Rank CUDIMM

Intel hat zudem den nominal unterstützten Speichertakt angehoben: Statt DDR5-6400 wird nun DDR5-7200 offiziell unterstützt, die Garantie deckt maximal DDR5-8000 ab. Theoretisch geht aber mit CUDIMMs (Clocked Unbuffered DIMMs) deutlich mehr. Bei diesen Modulen ist ein Clock Buffer verbaut, welcher das von der CPU kommende Taktsignal auffrischt und den zeitlichen Versatz (Jitter) zwischen einzelnen Chips ausgleicht.

Die beiden neuen Modelle unterstützen dabei auch Module mit vier Bänken (Ranks). Diese vom Gremium Jedec offiziell CQDIMM genannten Module kommen aktuell auf bis zu 128 GByte pro Modul. Die ersten zeigte Adata im November 2025(öffnet im neuen Fenster) , allerdings sind bislang selbst einfache CUDIMMs mit zwei Bänken ein teures Nischenprodukt.

Core Ultra 7 270K Plus und Core Ultra 5 250K Plus: Preis und Verfügbarkeit

In den Verkauf gehen die neuen CPUs am 26. März 2026. Intel nennt als empfohlene Verkaufspreise 299 US-Dollar für den Core Ultra 7 270K Plus und 199 US-Dollar für den Core Ultra 5 250K Plus.

Bereits am 23. März dürfen um 14 Uhr Tests veröffentlicht werden. Golem hat bereits Muster beider CPUs erhalten.


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