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Arndale: Schnelles ARM-Board mit Exynos 5 Dual für Entwickler

Samsung hat mit dem Arndale Community Development Board eine Platine mit ARM-Prozessor für Entwickler vorgestellt. Darauf kommen Samsungs Exynos 5 Dual mit zwei Cortex-A15-Kernen und die Quad-Core GPU Mali-604 zum Einsatz.
/ Jens Ihlenfeld
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Arndale Community Development Board von Samsung (Bild: Samsung)
Arndale Community Development Board von Samsung Bild: Samsung

Mit dem Arndale Community Development Board sollen Entwickler leistungsfähige mobile Lösungen in den Bereichen Spiele, Sicherheit und Multimedia auf Basis unterschiedlicher Betriebssysteme entwickeln können.

Dazu ist das Board recht üppig ausgestattet: Es verfügt über den Smartphone-Prozessor Exynos 5 Dual von Samsung mit zwei Kernen auf Basis von ARMs Cortex-A15. Sie sind mit 1,7 GHz getaktet und können auf 2 GByte DDR3-Speicher zugreifen, der mit 800 MHz getaktet ist. So soll das Board eine Speicherbandbreite von 12,8 GByte/Sekunde erreichen.

Der in das SoC integrierte Grafikchip Mali-T604 verfügt über vier Kerne und soll Auflösungen von bis zu 2.560 x 1.600 Pixeln unterstützen. Videos spielt der Exynos 5 Dual in voller HD-Auflösung von 1080p mit 60 Bildern pro Sekunde ab. Das gilt auch für WebM-Videos, denn der Chip beherrscht auch den Videocodec VP8, sowohl fürs Codieren als auch fürs Decodieren. Die Ausgabe erfolgt über eine HDMI-Schnittstelle (Version 1.4).

Zur Bildverarbeitung ist ein ISP integriert, der 30 Bilder pro Sekunde mit 8 Megapixeln verarbeiten kann.

Der Exynos 5 Dual integriert einen Embedded-Displayport-Controller (eDP-Controller), der das Panel-Self-Refresh-Protokoll (PSR) unterstützt. Ändert sich das angezeigte Bild nicht, kann dadurch die GPU im Stromsparmodus verbleiben und das Bild aus einem Puffer neu gezeichnet werden. Das senkt die Leistungsaufnahme laut Samsung um 95 Prozent.

Samsung stattet das Arndale-Board zudem mit dem Beschleunigungs- und Gyro-Sensor Invensence MPU-6050 aus. Es gibt außerdem den E-Compass AKM-AK8963C. Samsung hat einen USB-3.0- und zwei USB-2.0-Ports (Host und OTG), eine SATA-Schnittstelle, einen MicroSD-Steckplatz, eine Ethernet-Schnittstelle mit 100 MBit/s, eine serielle Schnittstelle (RS232C) und einen JTAG-Anschluss in das Board integriert. Zudem gibt es einen Anschluss für ein Kameraboard, ein Connectivity-Board, ein NFC-Board und ein Display-Board.

Optional bietet Samsung ein passendes 7-Zoll-Touchscreen mit 1.024 x 600 Pixeln an, das auf den Display-Board-Anschluss gesteckt werden kann. Zudem steht ein Connectivity-Board zur Verfügung, das WLAN nach 802.11a/b/g/n, Bluetooth 4.0 und GPS, Glonass und Galileo unterstützt. Dazu kommen ein Sound-Board und ein Camera-Board mit 5-Megapixel-Kamera.

Ausgeliefert wird das Arndale-Board zunächst mit Android 4.1 alias Jelly Bean. Samsung hat unter arndaleboard.org(öffnet im neuen Fenster) eine Website mit Informationen rund um das Arndale-Board eingerichtet. Verkauft wird es über Howchip.com(öffnet im neuen Fenster) und kostet 249 US-Dollar, für das Display werden nochmals 250 US-Dollar fällig. Ein Paket aus Sound- und Connectivity-Board wird für 120 US-Dollar angeboten, das Camera-Board kostet 60 US-Dollar.


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