Netflix mag es eigentlich sauber

Die Dead-Pixel-freie SDR-Version von Army of the Dead ist wahrscheinlich nicht durch bewusste Korrektur zustande gekommen. Sonst wäre sie wohl kaum exklusiv ausgebessert worden. Der geringere Dynamikumfang zwischen hellsten und dunkelsten Bildbereichen zusammen mit einer wahrscheinlich niedrigeren Bitrate haben hier wohl eher dafür sorgt, dass punktuelle Problemstellen im Gesamtbild untergehen. Nachbarpixel haben im Endergebnis je nach Kompressionsstärke weniger nuancierte Abstufungen zwischeneinander. Beim Konvertieren von 4K in niedrigere Auflösungen können Bildfehler im Detailbereich mit etwas Glück durch den Skalierprozess und die geringer werdende Pixeldichte abgeschwächt werden.

Stellenmarkt
  1. Testmanager & Data Quality Specialist (m/w/d) im Data Management
    Schaeffler Automotive Aftermarket GmbH & Co. KG, Langen
  2. IT-Service-Manager*in Crossmedialer Systembetrieb
    Hessischer Rundfunk Anstalt des öffentlichen Rechts, Frankfurt am Main
Detailsuche

Trotz der genannten Szenarien und Indizien: Ohne Insiderwissen lässt sich nicht zweifellos aufklären, warum die 4K-HDR-Premium-Option des teuersten Netflix-Abos (17,99 Euro im Monat) exklusiv von derart aufdringlichen Pixelfehlern betroffen ist und auch knapp zwei Wochen nach Release nicht ausgebessert wurde.

Um ausgerechnet dieses Modell attraktiv zu machen, kultiviert der Streaming-Riese eigentlich seit Jahren streng festgelegte Technikstandards, die zumeist in einem recht uniform wirkenden, sauberen, hochaufgelösten und immer etwas zu gut ausgeleuchteten Grundlook resultieren.

  • Zwei tote Pixel auf neutralem Hintergrund (Foto: Golem.de/Film: Army of the Dead - Netflix)
  • Ein Dead Pixel zeigt sich von Zombie und Mündungsfeuer unbeeindruckt. (Foto: Golem.de/Film: Army of the Dead - Netflix)
  • Die Fehlerpixel dieser Galerie sind in Vollbildbetrachtung am deutlichsten erkennbar. (Foto: Golem.de/Film: Army of the Dead - Netflix)
  • Gruselt Matthias Schweighöfer sich hier vor dem toten Pixel auf seiner Wange? (Foto: Golem.de/Film: Army of the Dead - Netflix)
Gruselt Matthias Schweighöfer sich hier vor dem toten Pixel auf seiner Wange? (Foto: Golem.de/Film: Army of the Dead - Netflix)

Gewollt oder nicht, es hat genervt

Bei der Farbgebung, Kostümen und Kulissengestaltung dürfen Filmemacher künstlerisch variieren, das allzu crispe Digitalbild soll im Endeffekt aber vor allem eines sein: Objektiv hochwertig, geeignet um 4K-HDR-Abos zu verkaufen, und natürlich nur mit von Netflix verifizierten Kameras gedreht. Selbst bei investigativen Dokumentationen, wo das nicht immer die vorteilhafteste Wahl ist.

Prime Video 30 Tage gratis testen
Golem Akademie
  1. Adobe Photoshop für Social Media Anwendungen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    29./30.06.2022, virtuell
  2. Einführung in Unity: virtueller Ein-Tages-Workshop
    21.06.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Haben Zuschauer sich erst einmal an die abgerundete High-Res-Präsentation als Verkaufsversprechen gewöhnt, wird jeder Makel, ob künstlerisch gewollt oder nicht, noch viel stärker als Fremdkörper im Bild wahrgenommen, den man früher einmal übersehen, als Schönheitsfehler geduldet oder manchmal sogar amüsiert gefeiert hätte.

Meine subjektive Toleranzgrenze fällt umso niedriger aus, wenn der Film, wie eben Army of the Dead, an sich auch sonst überhaupt nicht überzeugt und im Endeffekt längst nicht so viel Gesprächspotenzial bietet wie seine mysteriösen, aber auch nervenden toten Pixel.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Unkomplizierte Korrektur dank IMF möglich
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4


Kein Kostverächter 14. Jun 2021

Naja, im Linear-TV, zumindest im ÖR, hat es das sehr oft gegeben, gerade wenn Filme oder...

dp (Golem.de) 14. Jun 2021

Guten Tag, das freut mich natürlich sehr. Vor allem, da ich diese ungewisse Situation und...

soulflare 07. Jun 2021

Wäre das überhaupt DSGVO-konform? Irgendwo müsste ja dann gespeichert werden, wer sich...

dbneo 07. Jun 2021

Die Kinder dafür bestrafen zu wollen. Er hat doch zugelassen damit sie den Fernseher mit...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Kitty Lixo
Nach Sex mit Mitarbeitern Instagram-Account zurückerhalten

Laut einer Sexdarstellerin muss man nur die richtigen Leute bei Facebook sehr intim kennen, um seinen Instagram-Account immer wieder zurückzubekommen.

Kitty Lixo: Nach Sex mit Mitarbeitern Instagram-Account zurückerhalten
Artikel
  1. Ebay-Kleinanzeigen: Im Chat mit den Phishing-Betrügern
    Ebay-Kleinanzeigen
    Im Chat mit den Phishing-Betrügern

    Wenn man bestimmte Anzeigen in Kleinanzeigenportalen aufgibt, hat man sofort einen Betrüger an der Backe. Die Polizei kann kaum etwas dagegen tun.
    Ein Bericht von Friedhelm Greis

  2. Autos: Mercedes' Luxuskurs könnte das Aus für A- und B-Klasse sein
    Autos
    Mercedes' Luxuskurs könnte das Aus für A- und B-Klasse sein

    Mercedes definiert sich neu als Luxuskonzern. Das könnte auch das Ende für die Einsteiger-Modelle bedeuten, weil mit diesen kaum Geld zu verdienen ist.

  3. Ericsson und Telia Norway: Fast 4 GBit/s in 26-GHz-Netz erreicht
    Ericsson und Telia Norway
    Fast 4 GBit/s in 26-GHz-Netz erreicht

    26-GHz-Netz-Antennen erreichen in Norwegen Höchstwerte bei der Datenübertragung. Die 5G-Ausrüstung kommt von Ericsson.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 87€ Rabatt auf SSDs • PNY RTX 3080 12GB günstig wie nie: 974€ • Razer Basilisk V3 Gaming-Maus 44,99€ • PS5-Controller + Samsung SSD 1TB 176,58€ • MindStar (u. a. MSI RTX 3090 24GB Suprim X 1.790€) • Gigabyte Waterforce Mainboard günstig wie nie: 464,29€ [Werbung]
    •  /