ARM v8: Qualcomm zeigt Server-Chip mit 24 Custom-Kernen

Server statt Smartphones: Qualcomm arbeitet an einem Chip mit 24 selbst entwickelten ARM-Kernen und modernem FinFET-Verfahren. Unterstützung erhält der Hersteller von Mellanox und Xilinx.

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Qualcomms Serverchip mit 24 Custom-ARM-Kernen
Qualcomms Serverchip mit 24 Custom-ARM-Kernen (Bild: James Niccolai/PC World)

Qualcomm hat in San Francisco, Kalifornien, ein erstes Muster eines für Server gedachten Prozessors gezeigt. Der Chip basiert auf selbst entwickelten Kernen basierend auf der ARM-v8-Architektur, im vorgeführten Prototyp stecken derzeit 24 dieser Kerne. Qualcomm möchte mit der Server-CPU einen weiteren Markt erschließen: das Hyperscale-Segment, darunter fallen Cloud- und Big-Data-Anwendungen, wie sie Amazon, Facebook oder Google nutzen.

  • Neuer Serverchip auf Basis von ARM-Kernen (Bild: Qualcomm)
  • Neuer Serverchip auf Basis von ARM-Kernen (Bild: Qualcomm)
  • Zusammenarbeit mit Mellanox und Xilinx (Bild: Qualcomm)
  • Neuer Serverchip auf Basis von ARM-Kernen (Bild: Qualcomm)
  • Vorabserver mit Qualcomms neuem Chip (Bild: Qualcomm)
Vorabserver mit Qualcomms neuem Chip (Bild: Qualcomm)
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Das System-on-a-Chip besteht aus den eigentlichen CPU-Kernen, einem Speichercontroller, PCIe-Lanes, Controllern für Storage und weiteren Bauteilen, die alle kohärent verbunden sind. Zur Technik der Kerne wollte sich Qualcomm nicht weiter äußern - außer, dass sie nichts mit den Kryos aus dem Snapdragon 820 zu tun haben, sondern speziell für Server entwickelt wurden. Gefertigt wird der Chip mit mehr als 24 Kernen in einem FinFET-Verfahren; ob Samsung oder TSMC, wollte Qualcomm nicht sagen. Beide Fertiger bieten ähnliche Technik an, genauer 14FF und 16FF+ genannt.

Passend zum Marktumfeld wird Qualcomm mit Mellanox und Xilinx zusammenarbeiten: Die einen liefern die notwendigen Netzwerkswitches, die anderen programmierbare Schaltungen (FPGAs), die bestimmte Workloads beschleunigen. Ähnlich geht aktuell Intel vor, das Altera aufgekauft hat und Xeons mit FPGAs koppelt. Bisher gibt es seitens Qualcomm keine Ankündigung für einen Grafikkartenpartner, der folgt aber eventuell noch.

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  • Zusammenarbeit mit Mellanox und Xilinx (Bild: Qualcomm)
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  • Vorabserver mit Qualcomms neuem Chip (Bild: Qualcomm)
Neuer Serverchip auf Basis von ARM-Kernen (Bild: Qualcomm)

Im Hyperscale-Markt möchte sich Qualcomm direkt mit Intel anlegen, das arbeitet derzeit an seinen Xeon E5 v4 (Broadwell-EP). Weitere Konkurrenz gibt es durch Unternehmen, die ebenfalls auf ARM-Kerne setzen: Applied Micros entwickelt den X-Gene 3 mit bis zu 64 Kernen, Caviums älterer ThunderX setzt noch auf 48 Kerne. Nächstes Jahr dürften beide ihre Designs im Markt haben - und Qualcomm ebenfalls.

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pandarino 09. Okt 2015

Wäre nichts Neues, ich sage nur Archimedes. Die Geräte waren damals auch deutlich...



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