ARMv8-Prozessor: X-Gene 3 kehrt als Ampere A1 zurück

Der Ampere A1 ist ein ARMv8-Prozessor mit 32 Kernen, genauer das, was Applied Micro einst als X-Gene 3 entwickelt hatte. Ampere Computing besteht aus ehemaligen Mitarbeitern, geleitet wird das Team von der früheren Intel-Präsidentin Renée James.

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Ampere A1 mit 32 Kernen
Ampere A1 mit 32 Kernen (Bild: Ampere Computing)

Ampere Computing hat den Ampere A1 vorgestellt, eine 32-kernige CPU auf Basis der ARMv8-Architektur. Wem das bekannt vorkommt, der hat recht - denn der Ampere A1 entspricht praktisch dem X-Gene 3. Den hatte einst Applied Micro entwickelt, das Unternehmen wurde aber Ende 2016 von Macom übernommen und die Compute-Sparte später an The Carlyle Group verkauft.

  • Blockdiagramm des Ampere-Chips (Bild: Ampere Computing
  • Ampere-Chip mit 32 Kernen (Bild: Ampere Computing
Blockdiagramm des Ampere-Chips (Bild: Ampere Computing
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Die Investorengruppe hat mit Renée James eine wichtige Führungsperson in ihren Reihen, denn James war zuvor 28 Jahre bei Intel angestellt, zuletzt bis 2015 als Präsidentin. Renée James ist CEO von Ampere Computing, das sein Geld von The Carlyle Group bekommt. Mit Chi Miller als CFO, ebenfalls einem langjährigem Intel-Mitarbeiter, und Atiq Bajwa von Intel als Chief Architect sowie Rohit Avinash Vidwans als Executive VP of Engineering hat Renée James ehemalige Kollegen im Team. Hinzu kommt Greg Favor, der früher bei AMD gearbeitet hat und zuletzt VP of Processor Engineering bei Applied Micro war.

Technisch entspricht der Ampere A1 dem X-Gene 3 (siehe Product Brief): Der Chip wird bei der TSMC im 16FF+ genannten Verfahren produziert, hat eine thermische Verlustleistung von 125 Watt und 32 CPU-Kerne mit bis zu 3,3 GHz. Die ARMv8-Umsetzung hat 32 KByte L1-Daten- und 32 KByte Instruktionen-Cache pro Core sowie 256 KByte L2-Puffer für je zwei Kerne und 32 MByte L3-Cache. Für I/O sind 42 PCIe-Gen3-Lanes sowie Sata 6 GBit/s und USB 2.0 vorhanden. Der Ampere A1 weist acht Speicherkanäle für DDR4-2667 mit ECC-Fehlerkorrektur und eine Kapazität von bis zu 1 TByte in Form von 16 Modulen auf.

Ampere Computing platziert den Ampere-Chip ergo im Datacenter-Segment. Neben Cavium mit den Thunder X2 gibt es nur noch Qualcomm, das mit den Centriq 2400 überhaupt ähnliche ARMv8-Prozessoren anbietet.

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