Armorlock: WD zeigt SSDs mit eigener Open-Source-Verschlüsselung

Nach offenen RISC-V-Kernen und Hardware-Security bietet Western Digital auch externe SSDs mit eigener App-Verschlüsselung an.

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Ver- und Entschlüsselung per Knopfdruck
Ver- und Entschlüsselung per Knopfdruck (Bild: Western Digital)

Der Festplattenhersteller Western Digital (WD) hat seine Armorlock-Plattform vorgestellt, die zusammen mit den externen G-Technology-SSDs vermarktet werden. Bei Armorlock handelt es sich um einen neuen Ansatz des Herstellers für seine verschlüsselten Datenträger, die "eine benutzerfreundliche und leistungsstarke Speicherlösung mit hoher Sicherheit" verbinden soll. Als Grundlage für die Arbeiten dienen die Anstrengungen von WD für seine eigenen RISC-V-Kerne und die damit verbundene Open-Titan-Hardware-Security. Für Armorlock hat der Hersteller auch eine eigene Verschlüsselungsbibliothek veröffentlicht.

Dabei handelt es sich konkret um das Open-Source-Projekt Sweet B. Dieses implementiert kryptografische Routinen auf Grundlage von elliptischen Kurven, die sich vor allem auf besonders kleinen Embedded-Chips mit nur sehr geringer Leistung einsetzen lassen sollen. Der Hersteller hat die Bibliothek von dem Unternehmen Trail of Bits mit einem Audit überprüfen lassen und stellt die Ergebnisse dazu öffentlich bereit. Genutzt wird Sweet B für ein sicheres Pairing zwischen dem eigentlichen externen Datenträger und einer App auf dem Mobilgerät oder Desktop. Für die eigentlich Verschlüsselung der Daten setzt WD auf 256 Bit AES-XTS.

Der aus Sicht von Western Digital wichtigste Vorteil der neuen Armorlock-Plattform ist die einfache Nutzbarkeit der verschlüsselten externen Laufwerke. Der Hersteller schreibt dazu: "Das Gerät kann drahtlos über das Smartphone durch Gesichtserkennung, Fingerabdruck oder den PIN-Code des Handys entsperrt werden." Hinzu komme "die Möglichkeit, mehrere Laufwerke zu konfigurieren und zu verwalten". Das soll sich vor allem im kollaborativen Einsatz in verteilten Teams nutzen lassen, also für einen physischen Dateiaustausch auf verschlüsselten Datenträgern.

Die erste nun verfügbare NVMe-SSD der Serie mit der neuen Technologie fasst 2 TByte Daten und lässt sich über einen USB-C-3.2-Gen2-Port mit 1 GByte/s anschließen. Das-Gehäuse soll nach IP67 staub- und wassergeschützt sein. Die externe SSD soll rund 600 US-Dollar kosten und die App steht derzeit für iOS und MacOS bereit.

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