Armageddon: Telekom fürchtet Milliardenbelastung durch Huawei-Verbot

Ein Ausbau von Huawei-Technik aus dem Netz der Deutschen Telekom wird intern als Armageddon bezeichnet.

Artikel veröffentlicht am ,
Gemeinsame Pressekonferenz von Huawei und Telekom
Gemeinsame Pressekonferenz von Huawei und Telekom (Bild: Huawei)

Die Deutsche Telekom rechnet mit Kosten von mindestens drei Milliarden Euro, wenn die Bundesregierung den Einsatz von Mobilfunktechnologie von Huawei verbiete. Dem Handelsblatt liegt ein Dokument vor, das ein Treffen zwischen Spitzenmanagern von Telekom und Huawei vorbereiten sollte.

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Es spielt den Fall durch, dass die Telekom auf den chinesischen Ausrüster im neuen 5G-Netz verzichten und schon verbaute Komponenten austauschen muss. Dieses Szenario wird Armageddon genannt. Der Prozess würde bis zu fünf Jahre dauern. Auch mit dem Risiko einer Unterbrechung von Lieferketten durch US-Sanktionen gegen Huawei beschäftigt sich das Papier.

Die Telekom wollte sich dazu nicht äußern, ein Sprecher erklärte: "Ein Ausschluss von Huawei bei 5G würde auch einen Rückbau bei 4G bedingen. Deutschland würde damit massiv beim 5G-Ausbau zurückgeworfen." Huawei lehnte eine Stellungnahme zu den internen Dokumenten ab.

Die große Koalition streitet seit eineinhalb Jahren um die Beteiligung Huaweis am 5G-Ausbau. Die USA behaupten, Huawei spioniere für den chinesischen Staat, können aber keine Beweise vorlegen.

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Die SPD will Anbieter aus Ländern ohne rechtsstaatliche Kontrollen ausschließen, doch auch die USA befinden sich im Übergang dahin. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (beide CDU) wenden sich dagegen.

Die US-Regierung erhob Anklage gegen Huawei und wirft dem Unternehmen Bankbetrug, Verstöße gegen US-Sanktionen gegen den Iran und Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen vor. Zudem helfe Huawei den chinesischen Geheimdiensten im Ausland. Huawei bestreitet die Anschuldigungen.

Nach Informationen von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung aus dem Februar 2020 sind die deutschen Sicherheitsbehörden von den US-Hinweisen nicht überzeugt. Es gebe weiterhin keine Belege für Spionage durch Huawei. Mehrere Regierungsvertreter äußerten am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2020 im Hotel Bayerischer Hof zudem große Zweifel am Wahrheitsgehalt der amerikanischen Behauptungen. Ein hoher Regierungsbeamter sprach von "Propaganda".

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error126 17. Jun 2020

Die Betonung liegt auf "kann"... Du glaubst doch im Ernst nicht, dass der Verkauf an...

bernstein 17. Jun 2020

"(...) Anbieter aus Ländern ohne rechtsstaatliche Kontrollen ausschließen (...)" DAS wäre...

pandarino 17. Jun 2020

Hat die Bundesmama das nicht mal verkündet?

Vash 17. Jun 2020

Not-Invented-Here-Nationalismus Interessant. Dabei finde ich nichts schlimmes dabei...



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