Abo
  • Services:

Armadillo-T: Gürteltierauto rollt sich zusammen

Drei Autos, die in eine Parklücke passen - das ist das Konzept von Forschern aus Südkorea: das Elektroauto Armadillo-T kann zum Parken auf knapp die Hälfte seiner Länge eingeklappt werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Elektrofaltauto Armadillo-T: Einparken per Smartphone
Elektrofaltauto Armadillo-T: Einparken per Smartphone (Bild: Kaist)

Das Auto bringt einen meistens schneller ans Ziel als ein öffentliches Verkehrsmittel. Aber was nützt der Zeitvorteil, wenn der Fahrer ihn anschließend bei der Parkplatzsuche wieder einbüßt? Südkoreanische Forscher haben ein Auto entwickelt, das mit weniger Parkplatz auskommt.

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Neuruppin
  2. SCHUFA Holding AG, Wiesbaden

Armadillo-T heißt das Elektroauto, das In-Soo Suh und seine Kollegen vom Korea Advanced Institute of Science and Technology (Kaist) in Daejeon entwickelt wurde. Es kann sich wie sein Namensgeber, das Gürteltier, zusammenrollen. Wird das Gürteltier bedroht, rollt es sich zusammen, sodass der ledrige Rückenpanzer die weiche Unterseite des Tier schützt. Das T spielt auf Fords Model T an, das erste Auto, das in Massenproduktion gebaut wurde.

Vier Motoren

Armadillo-T ist ein zweisitziges Elektroauto, das von vier Motoren angetrieben wird, die in die Räder integriert sind. Das Auto wiegt 450 Kilogramm und ist im Normalzustand 2,8 Meter lang. Das Auto ist konzipiert für den Stadtverkehr: Es hat eine Reichweite von 100 Kilometern. Der Lithium-Ionen-Akku, der eine Kapazität von 13,6 Kilowattstunden hat, soll an einer Schnellladestation in nur zehn Minuten geladen sein.

  • Zum Parken falten: Das Elektroauto Armadillo-T wird einklappt. Vorbild war das Gürteltier, dessen Namen das Gefährt auch trägt. (Foto: Kaist)
  • Das kleine Auto soll künftig für Stadtfahrten eingesetzt werden. Es ist auch im Fahrmodus schon klein und leicht: Das Auto ist 2,8 Meter lang und wiegt 450 Kilogramm. (Foto: Kaist)
Zum Parken falten: Das Elektroauto Armadillo-T wird einklappt. Vorbild war das Gürteltier, dessen Namen das Gefährt auch trägt. (Foto: Kaist)

Zum Parken wird das Auto eingeklappt: Etwa in der Fahrzeugmitte werden zwei Stützräder ausgeklappt. Dann wird der hintere Teil hochgeklappt, sodass das Dach die Frontscheibe bedeckt. Außenspiegel wären dabei hinderlich. Armadillo-T hat deshalb keine: Sie sind durch Kameras ersetzt. Die haben zudem ein größeres Blickfeld als die Außenspiegel - der Fahrer hat also keinen toten Winkel.

Ein Parkplatz - drei Autos

Ist das Auto zusammengeklappt, ist es nur noch 1,65 Meter lang. Somit passten drei Armadillos auf einen normalen, fünf Meter langen Parkplatz, sagen die Forscher. Das Auto wird per Smartphone in die Parklücke bugsiert. Das Auto könne sich um die eigenen Achsen drehen - das erleichtere auch das Einparken, erklären die Konstrukteure.

"Ich erwarte, dass Stadtbewohner in Zukunft ihre Vorliebe für massige Autos mit Verbrennungsmaschine zugunsten kleinerer und leichterer Elektroautos verändern. Armadillo-T kann eine der Alternativen sein, für die Autofahrer in den Städten sich entscheiden", sagt Suh. Das Auto könne als Privatwagen eingesetzt werden. Denkbar sei aber auch, ihn für Carsharing-Dienste zu nutzen.

Hiriko und EO2

Suh und sein Team sind nicht die einzigen, die sich Gedanken darüber machen, wie Autos künftig platzsparend gestaltet werden können. Forscher am Massachusetts Institute of Technology haben schon 2010 ein entsprechendes Konzept vorgestellt. Anfang 2012 stellten sie dann den Prototypen des Elektrofaltautos Hiriko vor.

Ebenfalls im vergangenen Jahr präsentierte das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Bremen das EO Smart Connecting Car (EO2). Dieses Elektroauto kann allerdings noch mehr als nur platzsparend parken: Bei längeren Fahrten sollen mehrere der Autos zu einer Schlange zusammengekoppelt werden. Vorteil ist, dass nur ein Auto gegen Windwiderstand anzukämpfen braucht. Das soll den Energieverbrauch der Fahrzeuge verringern.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 8,59€
  2. 99,99€
  3. 20,99€
  4. 59,99€

Der Spatz 22. Aug 2013

Wieso soll das nicht gehen? Smartphone App starten, Auto seitlich auf die Straße fahren...

Garius 22. Aug 2013

Dafür hab ich schon das: http://cdn.themetapicture.com/media/funny-gif-black-guys-old...

mimimi 22. Aug 2013

Auch als Übernachtungsmöglichkeit verwendbar. Das perfekte Stadtauto!

Peter Brülls 22. Aug 2013

Bei uns werden hauptsächlich Personen transportiert. Eingekauft zum größten Teil zu...

CybroX 22. Aug 2013

Ein Staubkorn aufm Touchscreen und schon liegt das Ding hinter dem Parkplatz im Graben...


Folgen Sie uns
       


Samsung Galaxy S9 und S9 Plus - Test

Das Galaxy S9 und das Galaxy S9+ sind Samsungs neue Oberklasse-Smartphones. Golem.de hat sich im Test besonders die neuen Kameras angeschaut, die eine variable Blende haben.

Samsung Galaxy S9 und S9 Plus - Test Video aufrufen
Dell XPS 13 (9370) im Test: Sehr gut ist nicht besser
Dell XPS 13 (9370) im Test
Sehr gut ist nicht besser

Mit dem XPS 13 (9370) hat Dell sein bisher exzellentes Ultrabook in nahezu allen Bereichen überarbeitet - und es teilweise verschlechtert. Der Akku etwa ist kleiner, das spiegelnde Display nervt. Dafür überzeugen die USB-C-Ports, die Kühlung sowie die Tastatur, und die Webcam wurde sinnvoller.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Ultrabook Dell hat das XPS 13 ruiniert
  2. XPS 13 (9370) Dells Ultrabook wird dünner und läuft kürzer
  3. Ultrabook Dell aktualisiert XPS 13 mit Quadcore-Chip

Digitalfotografie: Inkonsistentes Rauschen verrät den Fälscher
Digitalfotografie
Inkonsistentes Rauschen verrät den Fälscher

War der Anhänger wirklich so groß wie der Ring? Versucht da gerade einer, die Versicherung zu betuppen? Wenn Omas Erbstück geklaut wurde, muss die Versicherung wohl dem Digitalfoto des Geschädigten glauben. Oder sie engagiert einen Bildforensiker, der das Foto darauf untersucht, ob es bearbeitet wurde.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. iOS und Android Google lanciert drei experimentelle Foto-Apps
  2. Aufstecksucher für TL2 Entwarnung bei Leica

Oracle vs. Google: Dieses Urteil darf nicht bleiben
Oracle vs. Google
Dieses Urteil darf nicht bleiben

Im Fall Oracle gegen Google fällt ein eigentlich nicht zuständiges Gericht ein für die IT-Industrie eventuell katastrophales Urteil. Denn es kann zu Urhebertrollen, Innovationsblockaden und noch mehr Milliardenklagen führen. Einzige Auswege: der Supreme Court oder Open Source.
Eine Analyse von Sebastian Grüner

  1. Oracle gegen Google Java-Nutzung in Android kein Fair Use

    •  /