ARM-Version: Video zeigt Windows-Virtualisierung auf M1-Macs
Auf Apple Silicon läuft bisher kein x86-Windows, doch Entwickler Alexander Graf hat bereits mittels Virtualisierung eine ARM-Version von Windows zum Laufen gebracht. Für viele Anwender waren die einzelnen Schritte dorthin aber zu kompliziert: Graf nutzte die Open-Source-Virtualisierung QEMU(öffnet im neuen Fenster) . Nun wurde auf dieser Basis der ACVM-Starter(öffnet im neuen Fenster) von Khaos Tian vorgestellt, der ebenfalls mit QEMU funktioniert, doch das Patching selbst durchführt, damit das ARM-Windows auf den neuen Macs läuft.
Wie schnell Windows auf den Macs läuft, zeigt Martin Nobel in einem Video auf Youtube, in dem er auch die Leistung des Systems auf einem Mac Mini mit M1 darstellt. Im Vergleich zum preislich dem Macbook Air ähnlichen Microsoft Surface Pro X schneidet der Rechner bei Geekbench deutlich besser ab. Im Single-Core-Test bekommt der Mac fast die doppelte Punktzahl. Im Multi-Core-Test erhält das Surface Pro X 3.113 Punkte, der Mac mit virtualisiertem Windows für ARM 4.998 Punkte.
Windows für ARM wird nicht einzeln, sondern nur in Verbindung mit Rechnern verkauft. Der Entwickler nutzte nach eigenen Angaben die Windows ARM64-Insider-Vorschau, die er über das Hypervisor.framework(öffnet im neuen Fenster) mit einem gepatchten QEMU virtualisierte.
Die freie Verfügbarkeit von Windows für ARM ist bisher das größte Problem bei der Virtualisierung: Apples Softwarechef Craig Federighi betonte in einem Interview mit Ars Technica(öffnet im neuen Fenster) , dass das Thema Windows auf M1-Macs Microsoft überlassen bleibe. " Wir haben die Kerntechnologien dafür, dass Microsoft seine ARM-Version von Windows ausführen kann, die ihrerseits x86-Anwendungen unterstützt ." Noch gibt es keine offizielle Reaktion von Microsoft.
Windows für Intel-Prozessoren lässt sich auf Apple-Silicon-Macs nicht virtualisieren, weil die entsprechende Unterstützung von Microsoft fehlt. Auch eine native Installationsmöglichkeit wie beim bisherigen Boot Camp gibt es nicht.
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