ARM-Übernahme: EU-Kommision fürchtet Nvidias schlechte Absichten

Höhere Preise, geringere Auswahl und weniger Innovation: Die EU-Kommision untersucht die ARM-Übernahme durch Nvidia.

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Nvidia will ARM für 40 Milliarden US-Dollar übernehmen.
Nvidia will ARM für 40 Milliarden US-Dollar übernehmen. (Bild: Nvidia)

Nach China und Großbritannien hat auch die Europäische Kommission ein Verfahren eingeleitet, um die geplante Übernahme von ARM durch Nvidia zu prüfen: Via EU-Fusionskontrollverordnung sollen die möglichen Auswirkungen untersucht werden, denn die Kommission hat vorläufige wettbewerbsrechtliche Bedenken.

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Die EU befürchtet, dass das aus dem Zusammenschluss hervorgehende Unternehmen "in der Lage wäre und Anreiz hätte, den Zugang der Wettbewerber von Nvidia zur Technologie von ARM zu beschränken und die Übernahme zu höheren Preisen, einer geringeren Auswahl und weniger Innovation" in der Halbleiterindustrie führen könnte.

Auch die Exekutiv-Vizepräsidentin der Kommission sieht das so: "Unserer Analyse zufolge könnte die Übernahme von ARM durch Nvidia den Zugang zum geistigen Eigentum von ARM einschränken oder erschweren, was auf vielen Märkten, auf denen Halbleiter zum Einsatz kommen, zu Verzerrungen führen könnte", sagte Margrethe Vestager.

Nachteile für Marktteilnehmer denkbar

Konkret weist die Europäische Kommission darauf hin, dass ARM aufgrund der Lizenzierung des eigenen geistigen Eigentums über eine erhebliche Marktmacht verfügt. Die EU hat daher Bedenken, dass Nvidias Übernahme den Wettbewerbern den Zugriff erschweren oder denselben zumindest eingeschränken könnte.

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Die Prüfung nach EU-Fusionskontrollverordnung soll daher herausfinden, ob Innovationen verhindert werden, weil sich Nvidia sträubt, "sensible Geschäftsinformationen zu teilen" oder weil es zu einer möglichen Neuausrichtung kommen könnte, die primär für Nvidia rentabel ist - und sich nachteilig auf Marktteilnehmer auswirken würde.

Zwar hatte Nvidia am 6. Oktober 2021 ein Verpflichtungsangebot vorgelegt, um vorläufigen Bedenken der EU-Kommission zu begegnen, welches die Kommission jedoch für unzureichend hielt, um ernsthafte Bedenken vollständig auszuräumen. Bis zum 15. März 2022 muss nun ein Beschluss erlassen werden, wobei das Prüfverfahren laut der EU dem Ergebnis der Untersuchung nicht vorgreift.

Nvidia hatte im September 2020 mit Softbank, dem bisherigen Besitzer von ARM, ein definitives Abkommen geschlossen. Dieses sieht eine Übernahme für 40 Milliarden US-Dollar vor, wobei geplant war, den Deal innerhalb von 18 Monaten unter Dach und Fach zu bringen.

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