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Schnelle ARM-Chips sind kein Ding der Unmöglichkeit

Wir erwarten, dass Apple das Apple Silicon vorerst in den Macbook Air und Macbook Pro einsetzen wird, zugleich dürften die iMacs damit ausgerüstet werden. Geräte wie das Galaxy Book S (Test) mit Qualcomms Snapdragon 8cx (Test) auf ARM-Basis legen nahe, dass die Performance hoch und die Akkulaufzeit beeindruckend ausfallen kann. Für Intel bedeutet Apples Abkehr, dass ein Kunde mit zuletzt (Q1/2020) etwa 7 Prozent Marktanteil mittelfristig kein Abnehmer mehr für die eigenen CPUs ist. Und das, obwohl Intel seit Jahren spezielle Designs für Apple entwirft - teils bis hin zu Modellen mit starker Grafikeinheit, die exklusiv in Macbook Pros oder Mac Minis stecken.

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Für Apple bedeutet der Wechsel von x86 zu ARM die volle vertikale Integration: Von der Hardware über die Firmware bis hin zum Betriebssystem samt Apps und Services kommt alles aus einer Hand. Das macht es einfacher, die einzelnen Komponenten ineinander zu verzahnen, was schlussendlich in einer geringeren Abhängigkeit von Dritten und einer höheren Gewinnmarge resultieren soll. Zu oft verzögerten sich in den vergangenen Jahren bei Intel diverse Prozessoren, weil die Fertigung nicht so lief wie gedacht. Mit Apple Silicon und einem Partner wie TSMC als weltgrößtem Auftragsfertiger dürfte dieses Problem gelöst sein, zumal auch Samsung Foundry als Option bereitsteht.

Das Vorurteil, dass ARM-Chips sparsam, aber langsam sind, hält sich bis heute. Zumindest die iPhone- und iPad-Designs von Apple demonstrieren das Gegenteil, nun muss das Apple Silicon beweisen, dass auch eine ansprechende Leistung im Notebook- und Desktop-Segment möglich ist. Laut Johny Srouji, SVP für Hardware Technologies bei Apple, sollen die eigenen Chips für alle Macs eingesetzt werden. Ein Diagramm zeigte überdies, dass mit dem Apple Silicon eine Performance angestrebt wird, die über der eines Desktop-PCs liegen soll. Der Mac Pro hat bis zu 28 schnelle Intel-Kerne, die es zu schlagen gilt.

  • Apple Silicon soll schnell und sparsam sein (Bild: Apple)
  • Final Cut Pro wurde bereits auf ARM portiert. (Bild: Apple)
  • Gleiches gilt für Microsofts Office 365 ... (Bild: Apple)
  • ... und Adobes CC Suite, hier Lightroom. (Bild: Apple)
  • Per Universal 2 können Entwickler ihre Apps für Apple Silicon und Intel bauen. (Bild: Apple)
  • Zudem gibt es mit Rosetta 2 einen Übersetzer für x86 auf ARM. (Bild: Apple)
  • Autodesk Maya emuliert auf Apple Silicon. (Bild: Apple)
  • Shadow of the Tomb Raider emuliert auf Apple Silicon. (Bild: Apple)
  • Parallels mit Linux-VM und Safari-Browser (Bild: Apple)
  • Per DTK können Entwickler erste Erfahrungen mit ARM sammeln. (Bild: Apple)
Apple Silicon soll schnell und sparsam sein (Bild: Apple)

Im Serversegment zeigen aktuelle Designs wie Amazons AWS Graviton2, dass die Single- und Multitheading-Leistung eines ARM-Prozessors überzeugend sein kann. Weil der Mac Pro erst im Juni 2019 veröffentlicht wurde, ist nicht davon auszugehen, dass Apple das bis zu 60.000 Euro teure System bereits in wenigen Monaten ersetzt. Cupertino hat aber offenbar den Anspruch, einen Mac Pro mit ARM-basiertem Apple Silicon in naher Zukunft vorzustellen. Das ist sehr wahrscheinlich ein Anreiz für andere Hersteller, egal ob Hardware oder Software, bei der ARM-Unterstützung mitzuziehen.

Microsoft hat Windows 10 on ARM samt x86-32-Bit-Emulation schon entwickelt, auch 64 Bit soll in Zukunft emuliert werden. Das ist jedoch eventuell vielleicht gar nicht mehr unbedingt notwendig, wenn im Notebook- und im Desktop- und gar im Workstation-Segment neben x86 zusätzlich ARM verbreitet ist. Auch wenn es zynisch klingen mag: Wenn selbst Adobe bereits die CC Suite angepasst hat, dann schaffen andere das ebenfalls.

Ob x86 und ARM parallel den PC-Markt nach vorne bringen werden oder ob die Fragmentierung das Gegenteil bewirkt, ist die Frage, welche die nächsten Jahre beantworten werden. Entwickler können mit dem Developer Transistion Kit noch 2020 ausprobieren, wie gut Adobe Lightroom läuft: Der ARM-Mac-Mini nutzt einen achtkernigen A12Z Bionic mit 16 GByte RAM und eine 512 GByte fassende SSD. Ein Intel-Mac-Mini mit Hexacore-CPU und gleicher Ausstattung kostet 1.790 Euro.

Nachtrag vom 26. Juni 2020, 9:00 Uhr

Apple hat sich in einem Video zur System-Architektur des Apple Silicon geäußert. Demzufolge wird es wie bisher auch schon schnelle und effiziente CPU-Kerne geben, also eine Big-Little-Konfiguration aus P(erformance)- und E(fficiency)-Cores. Zudem gibt es einen Unified Memory für CPU und iGPU, außerdem integriert Apple die Funktionen des T2-Controllers in das Apple Silicon.

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 ARM statt x86: Was Apple Silicon für den PC-Markt bedeutet
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wurstdings 27. Jun 2020

Dann hab ich dich falsch verstanden, das ist ja logisch. Ich meinte, dass der JIT...

rubberduck09 27. Jun 2020

Solltest unbedingt mal korrekt lesen lernen. Mich stören keine Rechtschreibfehler, die...

Luuumumba 26. Jun 2020

Call of Duty Mobil z.B. und auf dem PC hatte man mit F.E.A.R schon bessere Grafik und...

ikso 26. Jun 2020

Damit ist meiner Meinung nach auch der Weg frei, macOS auf iPhone oder iPad bei Bedarf...

hyperlord 25. Jun 2020

Apple wird da auf keinen Fall günstiger werden, das sehe ich ganz genauso - warum auch...


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