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ARM-SoC: Binärcode erschwert Fairphone-Entwicklung deutlich

Ohne den Quellcode von Chiphersteller Mediatek werden Android-Updates für das Fairphone extrem schwierig. Auch eine größere Entwicklercommunity wird dadurch ausgeschlossen. Das soll sich künftig ändern.
/ Sebastian Grüner
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Das Fairphone wurde vorwiegend aus fair gehandelten Rohstoffen hergestellt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Das Fairphone wurde vorwiegend aus fair gehandelten Rohstoffen hergestellt. Bild: Tobias Költzsch/Golem.de

Denn zu dem Ziel eines fairen und vor allem möglichst langlebigen Smartphones gehört für die Macher auch die Offenlegung des Quellcodes. Dadurch ist eine ständige Aktualisierung auch auf neuere Android-Versionen möglich, was die Nutzungsdauer des Smartphones erhöhe.

Weil Mediatek aber nicht mehr Code freigibt als es muss, wird die Erstellung von Custom ROMs ebenso wie ein Port für Cyanogenmod erschwert. Portierungen für andere Betriebssysteme wie Firefox OS oder Ubuntu würden so ebenfalls unmöglich. Eine von Fairphone explizit gewünschte rege Entwicklercommunity wird sich so kaum bilden. Mediatek veröffentlicht nur den Linux-Kernel sowie einige unter der GPL stehende Userspace-Programme, den Rest seines Android-Stacks legt das Unternehmen nicht offen, was im Einklang mit der Apache-Lizenz von Android steht.

Wie fair ist das Fairphone - Bas van Abel antwortet
Wie fair ist das Fairphone - Bas van Abel antwortet (01:34)

Zwar habe das Fairphone-Team im vergangenen Jahr mit Mediatek über die Freigabe des Codes verhandelt, muss wohl aber feststellen, dass dies nicht geschehen wird. Damit ist ein Update von dem derzeit genutzten Android 4.2 auf 4.4 alias Kitkat auch sehr unwahrscheinlich. Letztlich könne Mediatek mit dem Herstellerpartner Guohong dieses Update zwar umsetzen, was sich wohl aber nicht lohnen würde, da das Fairphone-Unternehmen nur relativ kleine Stückzahlen abnimmt.

Zurzeit plant das Team, die erste Generation des Fairphones auf Basis von Android 4.2 mindestens bis Ende 2016 mit Updates zu versorgen. Bei einer neuen Fairphone-Generation soll sich das Vorgehen in Bezug auf Open Source jedoch ändern, genaue Pläne dazu gibt es aber noch nicht. Zumindest soll ein eigenes Gerät erstellt werden.


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