Abo
  • Services:

ARM-SoC: Binärcode erschwert Fairphone-Entwicklung deutlich

Ohne den Quellcode von Chiphersteller Mediatek werden Android-Updates für das Fairphone extrem schwierig. Auch eine größere Entwicklercommunity wird dadurch ausgeschlossen. Das soll sich künftig ändern.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Fairphone wurde vorwiegend aus fair gehandelten Rohstoffen hergestellt.
Das Fairphone wurde vorwiegend aus fair gehandelten Rohstoffen hergestellt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Im Fairphone-Blog reflektiert der Entwickler Kees Jongenburger die ursprünglichen Pläne für die verwendete Software und was tatsächlich erreicht worden ist. Dabei wird deutlich, dass die Pläne zu ehrgeizig waren und das Verhalten des Chipherstellers Mediatek die geplante Entwicklung und die Community blockiert.

Stellenmarkt
  1. Bosch Sicherheitssysteme GmbH, Hamburg
  2. Robert Bosch GmbH, Abstatt

Denn zu dem Ziel eines fairen und vor allem möglichst langlebigen Smartphones gehört für die Macher auch die Offenlegung des Quellcodes. Dadurch ist eine ständige Aktualisierung auch auf neuere Android-Versionen möglich, was die Nutzungsdauer des Smartphones erhöhe.

Weil Mediatek aber nicht mehr Code freigibt als es muss, wird die Erstellung von Custom ROMs ebenso wie ein Port für Cyanogenmod erschwert. Portierungen für andere Betriebssysteme wie Firefox OS oder Ubuntu würden so ebenfalls unmöglich. Eine von Fairphone explizit gewünschte rege Entwicklercommunity wird sich so kaum bilden. Mediatek veröffentlicht nur den Linux-Kernel sowie einige unter der GPL stehende Userspace-Programme, den Rest seines Android-Stacks legt das Unternehmen nicht offen, was im Einklang mit der Apache-Lizenz von Android steht.

Zwar habe das Fairphone-Team im vergangenen Jahr mit Mediatek über die Freigabe des Codes verhandelt, muss wohl aber feststellen, dass dies nicht geschehen wird. Damit ist ein Update von dem derzeit genutzten Android 4.2 auf 4.4 alias Kitkat auch sehr unwahrscheinlich. Letztlich könne Mediatek mit dem Herstellerpartner Guohong dieses Update zwar umsetzen, was sich wohl aber nicht lohnen würde, da das Fairphone-Unternehmen nur relativ kleine Stückzahlen abnimmt.

Zurzeit plant das Team, die erste Generation des Fairphones auf Basis von Android 4.2 mindestens bis Ende 2016 mit Updates zu versorgen. Bei einer neuen Fairphone-Generation soll sich das Vorgehen in Bezug auf Open Source jedoch ändern, genaue Pläne dazu gibt es aber noch nicht. Zumindest soll ein eigenes Gerät erstellt werden.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 16,49€
  2. 17,49€
  3. 28,99€
  4. 4,95€

regiedie1. 17. Dez 2014

Aufklappbarer Bildschirm?! In welchem Jahrzehnt lebst Du?

baldur 15. Dez 2014

Kann ich mir nicht vorstellen. RT ist ja nicht gescheitert weil es schlecht gewesen...

Felix_Keyway 13. Dez 2014

Wird von den Fanboys deswegen immer so in den Himmel gelobt, scheint aber gar nicht so...

miauwww 13. Dez 2014

http://www.fairphone.com/2014/12/09/our-approach-to-software-and-ongoing-support-for-the...

Yes!Yes!Yes! 12. Dez 2014

Gibt es da nicht auch irgendwelchen "closed source"-Murks?


Folgen Sie uns
       


AMD Ryzen 7 2700X - Test

Wie gut ist der Ryzen-Refresh? In Anwendungen schlägt er sich sehr gut und ist in Spielen oft überraschend flott. Besonders schön: die Abwärtskompatibilität.

AMD Ryzen 7 2700X - Test Video aufrufen
Dell XPS 13 (9370) im Test: Sehr gut ist nicht besser
Dell XPS 13 (9370) im Test
Sehr gut ist nicht besser

Mit dem XPS 13 (9370) hat Dell sein bisher exzellentes Ultrabook in nahezu allen Bereichen überarbeitet - und es teilweise verschlechtert. Der Akku etwa ist kleiner, das spiegelnde Display nervt. Dafür überzeugen die USB-C-Ports, die Kühlung sowie die Tastatur, und die Webcam wurde sinnvoller.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Ultrabook Dell hat das XPS 13 ruiniert
  2. XPS 13 (9370) Dells Ultrabook wird dünner und läuft kürzer
  3. Ultrabook Dell aktualisiert XPS 13 mit Quadcore-Chip

BeA: Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet
BeA
Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet

Das deutsche Rechtsanwaltsregister hat eine schwere Sicherheitslücke. Schuld daran ist eine veraltete Java-Komponente, die für einen Padding-Oracle-Angriff verwundbar ist. Das Rechtsanwaltsregister ist Teil des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs, war aber anders als dieses weiterhin online.
Eine Exklusivmeldung von Hanno Böck

  1. BeA Secunet findet noch mehr Lücken im Anwaltspostfach
  2. EGVP Empfangsbestätigungen einer Klage sind verwertbar
  3. BeA Anwälte wollen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einklagen

Underworld Ascendant angespielt: Unterirdische Freiheit mit kaputter Klinge
Underworld Ascendant angespielt
Unterirdische Freiheit mit kaputter Klinge

Wir sollen unser Können aus dem bahnbrechenden Ultima Underworld verlernen: Beim Anspielen des Nachfolgers Underworld Ascendant hat Golem.de absichtlich ein kaputtes Schwert bekommen - und trotzdem Spaß.
Von Peter Steinlechner

  1. Otherside Entertainment Underworld Ascendant soll mehr Licht ins Dunkle bringen

    •  /