ARM: Rockchip erstellt Linux-DRM-Treiber für neuen SoC

Ein Rockchip-Entwickler hat einen Linux-Grafiktreiber für den RK3288-SoC begonnen. Der Quad-Core-ARM-Chip besitzt eine Mali-T7-GPU. Viele Funktionen hat der Treiber aber noch nicht, da ARM diese nicht freigibt.

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Rockchip erstellt einen rudimentären DRM-Treiber für den RK3288-SoC.
Rockchip erstellt einen rudimentären DRM-Treiber für den RK3288-SoC. (Bild: Rockchip)

Für den ARM-SoC RK3288 von Rockchip hat der bei dem chinesischen Unternehmen angestellte Entwickler Mark Yao nun einen DRM-Treiber für den Linux-Kernel auf der Mailingliste des Projekts veröffentlicht. Der SoC verwendet eine Quad-Core-CPU der ARM-Architektur Cortex-A17 sowie eine Mali-T764 als GPU.

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Der nun veröffentlichte Patch scheint zunächst vielversprechend für eine freie Unterstützung der Mali-GPUs, doch der Treiber unterstützt lediglich das Kernel-Mode-Setting zum Initialisieren der Hardware und erlaubt die Buffer-Verwaltung im Userspace. Darüber hinaus erlaubt der Treiber LVDS- und eDP-Verbindungen, die auf einem Entwicklerboard mit dem Chip getestet wurden.

Viel mehr als das Anschalten des Displays lässt sich mit dem Treiber also derzeit nicht anstellen. Denn die Hardwarebeschleunigung zur 2D- oder 3D-Darstellung ist explizit von dem Treiber ausgenommen, da das "geistige Eigentum dafür bei anderen" liege. Damit ist ARM gemeint, das sein Design der Mali-GPU an Unternehmen wie Rockchip lizenziert, welche dann ein tatsächliches Produkt daraus erstellen.

ARM scheint also weiterhin nicht viel daran gelegen zu sein, einen freien Treiber für die selbst erstellten GPUs bereitzustellen. Der Hersteller wird vorerst weiter auf proprietäre Treiber setzen, auch wenn die Lizenznehmer sich aktiv an der Entwicklung von freien Linux-Treibern beteiligen. Diese Blockadehaltung wird immer wieder von Kernel-Hackern kritisiert, allen voran durch Luc Verhaegen, der mit dem Lima-Treiber an einer komplett freien Implementierung per Reverse-Engineering arbeitet. Verhaegen geht aber davon aus, dass ein steigender Druck verschiedener Markt-Teilnehmer dazu führen könnte, dass ARM bald seine Strategie ändert.

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