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ARM-Prozessoren: Macom verkauft Applied Micro

Die X-Gene-Chips haben einen neuen Besitzer: Macom hat Applied Micros Compute-Sparte an eine Investorengruppe veräußert, die dort als Project Denver Holdings neu aufgestellt wird. Wie es mit den ARM-Server -CPUs weitergeht, bleibt vorerst unklar.
/ Marc Sauter
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64-0800-Mainboard mit X-Gene (Bild: Softiron)
64-0800-Mainboard mit X-Gene Bild: Softiron

Die Compute-Sparte von Applied Micro, verantwortlich für die ARM-basierten X-Gene-Prozessoren für Server, geht vom bisherigen Besitzer Macom an The Carlyle Group über. Die Investorengruppe stimmte einem Kauf zu und will den Compute-Geschäftsbereich als Project Denver Holdings(öffnet im neuen Fenster) ausgründen. Wie hoch der Kaufpreis ist, gaben die beiden Partner nicht bekannt, der US-Buyout-Fonds weist allerdings ein Kapital von 13 Milliarden US-Dollar auf.

Macom hatte Applied Micro im November 2016 vor allem aufgrund des Connectivity-Geschäftsbereichs gekauft und von Beginn an klargestellt, dass die Compute-Abteilung weiterveräußert werden soll. Die entwickelte 2011 die erste eigene Server-CPU auf Basis der ARM-v8-Architektur, den X-Gene 1 (Storm). Die weisen acht Kerne und vier Speicherkanäle auf und wurden mit 40-nm-Technik gefertigt. Es folgte der X-Gene 2 (Shadowcat) mit 16 Kernen und 28-nm-Verfahren, der von gut einer Handvoll Kunden auch verwendet wird. Derzeit arbeitet Applied Micro am X-Gene 3(XL) , intern Skylark genannt.

Applied Micro erläutert den X-Gene 2 (Hot Chips 2014)
Applied Micro erläutert den X-Gene 2 (Hot Chips 2014) (23:06)

Erste Samples wurden im Frühling 2017 ausgeliefert. Mit 32 Kernen, die auf einer eigenen Implementierung von ARMs 64-Bit-Architektur ARMv8 fußen, und acht Speicherkanälen für DDR4-2667 sowie einer Kapazität von bis zu 1 TByte soll der X-Gene 3 zukünftig mit Intels Xeons E5 konkurrieren können. Er wird bei der TSMC mit dem 16FF+-Prozess hergestellt, taktet mit bis zu 3,3 GHz und weist eine nominelle Leistungsaufnahme von 120 Watt auf.

Neben Applied Micro arbeiten auch Cavium ( Thunder X2 mit 54 Kernen ) und Qualcomm ( Centriq 2400 mit 48 Kernen ) an ARM-Server-CPUs.


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