ARM-Prozessoren: Ampere Computing geht an die Börse

Der ARM-Entwickler braucht Geld für die eigene Mikroarchitektur, mit welcher künftige Cloud-Server-CPUs ausgestattet werden sollen.

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Ein älterer Altra Q80-30 von Ampere Computing
Ein älterer Altra Q80-30 von Ampere Computing (Bild: Cloudflare)

Ampere Computing hat seinen Börsengang (IPO) angekündigt, die Details jedoch nicht offengelegt. Ziel ist es, mehr Geld für kommende Entwicklungen zu erhalten, wobei sich der Anbieter von ARM-basierten Prozessoren für eigene Designs samt selbst entworfenen CPU-Kernen entschieden hat, statt auf von ARM lizenzierte zu setzen.

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Bisherige Modelle wie der 80-kernige Altra und der 128-kernige Altra Max nutzen ARMs Neoverse-N1-Plattform. Für den Siryn genannten Nachfolger geht Ampere Computing jedoch einen anderen Weg: Basierend auf einer Architekturlizenz von ARM wurde eine eigene Mikroarchitektur entworfen, was hinsichtlich Lizenz und auch Gesamtkosten deutlich teurer ist, als schlicht ARMs Neoverse-Kerne zu lizenzieren.

Zuletzt hat Ampere Computing mit Microsoft einen zugstarken Partner gewinnen können, deren Azure-Cloud mittlerweile Instanzen mit dem Altra Q80-30 integriert. Microsoft sagt, dass diese ein um 50 Prozent besseres Preisleistungsverhältnis haben sollen als vergleichbare x86-Instanzen. Die größte verfügbare, die Dpsv5, hat 64 vCPUs und 208 GByte DDR4-Arbeitsspeicher für Datenbanken, Cloud-Workloads oder Java-Applikationen.

Investitionen von ARM und Oracle

Zu den größten Geldgebern von Ampere Computing gehört die Carlyle Group, eine der größten privaten Beteiligungsgesellschaften weltweit. In der zweiten Investitionsrunde kam Lizenzgeber ARM selbst dazu, außerdem hat Oralce signifikant investiert (siehe SEC-Filling): Im Juli 2020 waren es bereits 20 Millionen US-Dollar und im März 2021 erneut 300 Millionen US-Dollar.

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Mit Renée James sitzt die CEO von Ampere Computing überdies im Board von Oracle, zuvor war sie Präsidentin bei Intel. Sie verließ das Unternehmen 2015 nach 28 Jahren nach eigenem Wunsch.

Der Börsengang von Lizenzgeber ARM wiederum soll bis Ende März 2023 vorbereitet werden, nachdem die Übernahme durch Nvidia gescheitert war. Derzeitiger Besitzer ist Softbank aus Japan, welcher ARM für 32 Milliarden US-Dollar gekauft hatte.

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