ARM: Linux-Hacker startet Port auf Apples M1-Chip

Nach Arbeiten wie an der PS4 will Hector Martin nun Linux auf Apples M1-Chip portieren. Finanziert wird das von der Community.

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Linux könnte vielleicht schon bald auf den M1-Chips von Apple laufen.
Linux könnte vielleicht schon bald auf den M1-Chips von Apple laufen. (Bild: Pixabay)

Der Linux-Entwickler Hector Martin ist für eine Vielzahl von beeindruckenden Hacks sowie für seine Portierungsarbeiten bekannt. So hat Martin etwa als Teil der Gruppe Fail0verflow einen Linux-Port auf die Playstation 4 vorangetrieben. Als nächstes Projekt plant Martin nun die Portierung von Linux auf die neuen M1 ARM-CPUs von Apple.

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Nach einer Umfrage auf Twitter hat sich Martin nun dazu entschieden, für diese Arbeiten Geld per Crowdfunding zu sammeln, um so in Vollzeit an dem Port arbeiten zu können. Eingesammelt werden wird das Geld über die Plattform Patreon. Möglicherweise kommt auch eine Finanzierungsmöglichkeit über die Sponsors-Funktion von Github hinzu. Innerhalb von nur einem Tag hat Martin sein initiales Finanzierungsziel erreicht, so dass er wie angekündigt mit dem Port im Januar beginnen wird.

Wie der Linux-Entwickler schreibt, können die neuen Macs mit dem M1-Chip anders als etwa die iPhones eigene Betriebssysteme starten, da Apple dies explizit nicht verhindert. Der eigentliche Port auf die CPU-Plattform sei dabei wohl relativ einfach umsetzbar. Den Linux-Port aber soweit voranzutreiben, dass man diesen tatsächlich verwenden möchte, sei jedoch viel schwieriger, erklärt Martin.

Der Linux-Entwickler meint damit die grundlegende Hardware-Unterstützung für "Keyboard, Touchpad, Sound, Display, GPU, WLAN, Bluetooth, USB und eine vernünftige Energieverwaltung". Das Schwierigste sei dabei wohl der GPU-Support. Im Fall der Linux-Ports für die Switch oder die PS4 sei das eher einfach gewesen, da diese Standardkomponenten nutzen oder diese nur sehr leicht abgewandelte Designs seien. Die GPU in Apples M1 ist dagegen eine Eigenkreation und komplett proprietär. Hier muss also ein Treiber per Reverse Engineering entstehen.

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Martin will sich nun zunächst zwei der neuen Mac Minis mit M1-CPU besorgen. Künftig könnte der Port auch auf die neuen Macbooks ausgeweitet werden. Der Linux-Entwickler hofft darüber hinaus auch auf Hilfe von Open-Source-Enthusiasten, die sich mit bestimmten Teilen des Projekts eventuell besser auskennen könnten als er selbst.

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