ARM Cortex-A12: Neues Prozessordesign für die breite Masse
ARM hat auf der Messe Computex in Taipeh mit dem Cortex-A12 eine neue CPU-Architektur vorgestellt. Schneller als eine Cortex-A9, ausgestattet mit big.LITTLE-Kernen und einer schnellen Mali-GPU, sollen die Chips in mobilen Geräten mittlerer Preisklasse zum Einsatz kommen.
Rund 580 Millionen mobile Geräte im mittleren Preisbereich sollen in den nächsten zwei Jahren verkauft werden. Geht es nach ARM, kommt darin möglichst das neue CPU-Design Cortex-A12 zum Einsatz, das ARM auf der Computex vorgestellt hat. Der Nachfolger des Cortex-A9 erhält einige Funktionen des High-End-Designs Cortex-A15.
Ergänzt wird die CPU von der GPU Mali-T622 GPU sowie einem neuen Chip zur beschleunigten Videoverarbeitung, genannt Mali-V500.
Cortex-A12
Die neuen Chips sollen einige der derzeit im High-End-Segment verfügbaren Eigenschaften auch in Geräten der mittleren Preisklasse zwischen 200 und 350 US-Dollar verfügbar machen. Dazu zählt unter anderem die big.LITTLE-Architektur, bei der ARM die vergleichsweise leistungsfähigen Cortex-A12-Kerne mit Cortex-A7-Kernen kombiniert, die auf den gleichen L2-Cache zugreifen. Letztere benötigen nur wenig Leistung, so dass Geräte mit big.LITTLE-Prozessoren hohe Rechenleistung und lange Akkulaufzeit zugleich bieten können.
Im Vergleich zum Cortex-A9, der in vielen günstigen Smartphones eingesetzt wird, bietet der Cortex-A12 rund 40 Prozent mehr Rechenleistung, so ARM. Dabei unterstützt der Chip auch Virtualisierungsfunktionen, die sonst nur in ARMs High-End-Designs zu finden sind. Dabei ist der in 28-Nanometer-Technik gefertigte Cortex-A12 rund 30 Prozent kleiner als sein Vorgänger und kann bis zu 1 TByte Speicher adressieren.
Mali-T622 GPU
Der Chip Mali-T622 ergänzt das neue Prozessordesign um eine passende GPU, die OpenGL ES 3.0, Renderscript und OpenCL unterstützt. Auch hier hat ARM Funktionen aus seinen High-End-Chips übernommen. In Sachen Energieeffizienz soll der Mali-T622 rund 50 Prozent besser abschneiden als die erste Generation der Serie Mali-T600.
Mali-V500
Hinzu kommt mit dem Mali-V500 ein Chip speziell zur Videoverarbeitung, der mit einem Kern Videos in einer Auflösung von 1080p mit 60 Bildern pro Sekunde encodieren und decodieren kann, mit mehr Kernen, aber auch 4K-Videos mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde verarbeitet. Der Chip unterstützt zudem die Kopierschutztechnik Trustzone und ist in der Lage, Inhalte in weniger als 10 ms zu codieren, was vor allem für Streaminglösungen wie Miracast notwendig ist.
ARM geht davon aus, dass die ersten Geräte auf Basis des Chipdesigns Cortex-A12 Mitte 2014 auf den Markt kommen werden. Konkrete Ankündigungen für Chips auf Basis der neuen ARM-Designs gibt es noch nicht. ARM hofft, dass das neue Chipdesign nicht nur in Smartphones und Tablets eingesetzt wird, sondern auch in anderen Geräten wie Unterhaltungssystemen für Autos, um so neue Märkte zu erschließen.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed









Das ist dann natürlich etwas dumm, wenn man bedenkt, dass 2 Laptops alleine schon zu viel...
Lieber Golem-Autor, liebe Mitleser, TrustZone ist definitiv keine "Kopierschutztechnik...
"Die neuen Chips sollen einige der derzeit im High-End-Segment verfügbaren Eigenschaften...