ARM-CEO Simon Segars: 2 Milliarden US-Dollar pro Woche gegen die Chipkrise

Der Chef von Chip-Designer ARM, Simon Segars, zeigte sich auf dem Web Summit in Lissabon nur leicht optimistisch in Bezug auf einen Weg aus der aktuellen Chip-Krise, die zahlreiche Bereiche der weltweiten Wirtschaft betrifft. Das berichtet die EE-Times(öffnet im neuen Fenster) . Demnach sagte Segars: "In den nächsten Jahren werden etwa 2 Milliarden US-Dollar pro Woche ausgegeben, um Kapazitäten zu erweitern und neue Einrichtungen zu bauen. Das wird in den nächsten fünf Jahren etwa 50 Prozent zusätzliche Kapazität schaffen."
Von einem besonders schnellen Ende der Chipkrise kann also nicht ausgegangen werden. Das wiederum dürfte vor allem daran liegen, dass der Bau von Anlagen zur Herstellung von Halbleitern, sogenannter Fabs, sehr teuer und mit sehr viel Aufwand verbunden ist. Darauf weist auch Segars hin.
Auch zum kommenden Weihnachtsgeschäft äußerte sich Segars. Er sagte: "Wenn Sie noch nicht alles eingekauft und all die elektronischen Geräte bestellt haben, die Sie kaufen wollten, dann muss ich Ihnen leider sagen, dass Sie vielleicht enttäuscht sein werden, weil Sie nicht alles kaufen können, was Sie kaufen wollten. Der Grund dafür ist die weltweite Knappheit von Halbleitern, über die Sie vielleicht in letzter Zeit viel in den Nachrichten gelesen haben."
Einige Hersteller greifen in Bezug auf das Weihnachtsgeschäft auch zu ungewöhnlichen Maßnahmen. So lässt Sony offenbar Playstation 5 mit einer Reihe von Frachtflugzeugen aus Südkorea einfliegen , um wenigstens ein bisschen vom Weihnachtsgeschäft profitieren zu können. Die Konsole ist seit ihrem Launch im November 2020 nahezu permanent vergriffen und wird von Privatpersonen auf Plattformen wie Ebay zu teils massiv überhöhten Preisen weiterverkauft.



