Arkyd 3 Reflight: Planetary Resources setzt ersten Satelliten aus

Bergbau im Weltall: Planetary Resources wird im Juli seinen ersten Minisatelliten ins All bringen. Er wird von der Raumstation ISS ausgesetzt - der erste Schritt zum Rohstoffabbau auf Asteroiden.

Artikel veröffentlicht am ,
Arkyd 3 Reflight: erster Satellit explodierte.
Arkyd 3 Reflight: erster Satellit explodierte. (Bild: Planetary Resources)

Das Abenteuer Asteroidenbergbau kann beginnen: In einigen Wochen soll die Besatzung der Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) den ersten Satelliten des US-Unternehmens Planetary Resources aussetzen. Das plant, Rohstoffe auf Asteroiden abzubauen.

Stellenmarkt
  1. Projektcontroller*in (m/w/d) FuE-Projekte - Zentralbereich Finanzen, IT, Personal & Recht
    Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden Württemberg (ZSW), Stuttgart
  2. Product Manager:in eHealth
    12Next GmbH, Leverkusen
Detailsuche

Arkyd 3 Reflight (A3R) ist mit dem Versorgungsflug der Raumfähre Dragon im April auf die ISS gebracht worden. A3R ist ein Cubesat-3. Ein Cubesat ist ein Würfel mit einer Kantenlänge von 10 Zentimetern. Ein Cubesat-3 besteht aus drei dieser Würfel, ist also 30 Zentimeter lang.

A3R kreist drei Monate um die Erde

Viel wird A3R nicht machen: Der Satellit soll Anfang Juli ausgesetzt werden. Er soll um die Erde kreisen und Daten über den Zustand der Systeme nach unten funken. Die Mission ist auf drei Monate ausgelegt. Danach wird A3R beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglühen.

Der Zusatz Reflight bedeutet, dass es der zweite Arkyd-3 ist. Der erste A3 sollte im Oktober 2014 mit dem Raumtransporter Cygnus des US-Raumfahrtunternehmens Orbital Sciences zur ISS fliegen. Die Trägerrakete Antares explodierte jedoch wenige Sekunden nach dem Start.

A6 soll Ende des Jahres starten

Golem Karrierewelt
  1. Informationssicherheit in der Automobilindustrie nach VDA-ISA und TISAX® mit Zertifikat: Zwei-Tage-Workshop
    22./23.11.2022, Virtuell
  2. Deep Dive: Data Governance Fundamentals: virtueller Ein-Tages-Workshop
    22.02.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Nach A3R will Planetary Resources im Dezember einen zweiten Satelliten in die Umlaufbahn bringen: Arkyd-6 (A6) ist ein Cubesat-6, besteht also aus sechs Würfeln. Es ist das erste sogenannte Science Craft. Diese Raumsonden will Planetary Resources dazu nutzen, wissenschaftliche Instrumente und Technik für die Asteroiden-Missionen zu testen. Allerdings sollen diese Science Crafts auch anderen für wissenschaftliche Missionen zur Verfügung stehen, sagt Planetary Resources.

Die Missionen von A3R und A6 dienen der Vorbereitung für das Weltraumteleskop Arkyd-100. Damit will Planetary Resources nach Asteroiden suchen, auf denen sich der Bergbau lohnt. Auf den Himmelskörpern sollen beispielsweise Edelmetalle wie Platin oder Platinmetalle zu finden sein. Daneben soll es dort Wasser geben, aus dem im All Raketentreibstoff gewonnen werden kann.

Das Teleskop wurde über Kickstarter finanziert

Planetary Resources hatte den Prototyp des Teleskops 2013 vorgestellt. Um den Transport ins All und den Betrieb zu finanzieren, initiierte das Unternehmen im gleichen Jahr eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Kickstarter, die überaus erfolgreich verlief: Statt der gewünschten eine Million US-Dollar kamen über 1,5 Millionen US-Dollar zusammen. Einen Starttermin für Arkyd-100 hat das Unternehmen noch nicht bekanntgegeben.

Planetary Resources wurde 2012 gegründet. Einer der Gründer ist Peter Diamandis, der Vorsitzende der X-Prize-Foundation. Zu den Investoren zählen Google-Gründer Larry Page sowie Eric Schmidt, ehemals Chef des Internetunternehmens, Charles Simonyi, Gründer von Microsoft Research und des Softwareunternehmens Intentional Software, sowie Ross Perot Jr., Sohn des US-Industriellen und ehemaligen Präsidentschaftskandidaten Ross Perot. Regisseur James Cameron ist wissenschaftlicher Berater.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Für 44 Milliarden US-Dollar
Musk will Twitter nun doch übernehmen

Tesla-Chef Elon Musk ist nun doch bereit, Twitter für den ursprünglich vereinbarten Preis zu kaufen. Offenbar will er einen Prozess vermeiden.

Für 44 Milliarden US-Dollar: Musk will Twitter nun doch übernehmen
Artikel
  1. Die große Umfrage: Das sind Deutschlands beste IT-Arbeitgeber 2023
    Die große Umfrage
    Das sind Deutschlands beste IT-Arbeitgeber 2023

    Golem.de und Statista haben 23.000 Fachkräfte nach ihrer Arbeit gefragt. Das Ergebnis ist eine Liste der 175 besten Unternehmen für IT-Profis.

  2. Monitoring von Container-Landschaften: Prometheus ist nicht alles
    Monitoring von Container-Landschaften
    Prometheus ist nicht alles

    Betreuer von Kubernetes und Co., die sich nicht ausreichend mit der Thematik beschäftigen, nehmen beim metrikbasierte Monitoring unwissentlich einige Nachteile in Kauf. Eventuell ist es notwendig, den üblichen Tool-Stack zu ergänzen.
    Von Valentin Höbel

  3. Roadmap: CD Projekt kündigt neues Cyberpunk und mehrere Witcher an
    Roadmap
    CD Projekt kündigt neues Cyberpunk und mehrere Witcher an

    Project Polaris wird eine Witcher-Saga, Orion das nächste Cyberpunk 2077 und Hadar etwas ganz Neues: CD Projekt hat seine Pläne vorgestellt.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • 3 Spiele für 49€ • Saturn Gutscheinheft • Günstig wie nie: LG OLED 48" 799€, Xbox Elite Controller 2 114,99€, AOC 28" 4K UHD 144 Hz 600,89€, Corsair RGB Midi-Tower 269,90€, Sandisk microSDXC 512GB 39€ • Bis zu 15% im eBay Restore • MindStar (PowerColor RX 6700 XT 489€) [Werbung]
    •  /