Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Arkyd 3 Reflight: Planetary Resources setzt ersten Satelliten aus

Bergbau im Weltall: Planetary Resources wird im Juli seinen ersten Minisatelliten ins All bringen. Er wird von der Raumstation ISS ausgesetzt – der erste Schritt zum Rohstoffabbau auf Asteroiden.
/ Werner Pluta
7 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Arkyd 3 Reflight: erster Satellit explodierte. (Bild: Planetary Resources)
Arkyd 3 Reflight: erster Satellit explodierte. Bild: Planetary Resources

Das Abenteuer Asteroidenbergbau kann beginnen: In einigen Wochen soll die Besatzung der Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) den ersten Satelliten des US-Unternehmens Planetary Resources(öffnet im neuen Fenster) aussetzen. Das plant, Rohstoffe auf Asteroiden abzubauen.

Planetary Resources plant, Asteroiden auszubeuten
Planetary Resources plant, Asteroiden auszubeuten (03:13)

Arkyd 3 Reflight (A3R) ist mit dem Versorgungsflug der Raumfähre Dragon im April auf die ISS gebracht worden. A3R ist ein Cubesat-3. Ein Cubesat ist ein Würfel mit einer Kantenlänge von 10 Zentimetern. Ein Cubesat-3 besteht aus drei dieser Würfel, ist also 30 Zentimeter lang.

A3R kreist drei Monate um die Erde

Viel wird A3R nicht machen: Der Satellit soll Anfang Juli ausgesetzt werden. Er soll um die Erde kreisen und Daten über den Zustand der Systeme nach unten funken. Die Mission ist auf drei Monate ausgelegt. Danach wird A3R beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglühen.

Der Zusatz Reflight bedeutet, dass es der zweite Arkyd-3 ist. Der erste A3 sollte im Oktober 2014 mit dem Raumtransporter Cygnus(öffnet im neuen Fenster) des US-Raumfahrtunternehmens Orbital Sciences(öffnet im neuen Fenster) zur ISS fliegen. Die Trägerrakete Antares(öffnet im neuen Fenster) explodierte jedoch wenige Sekunden nach dem Start .

A6 soll Ende des Jahres starten

Nach A3R will Planetary Resources im Dezember einen zweiten Satelliten in die Umlaufbahn bringen: Arkyd-6 (A6) ist ein Cubesat-6, besteht also aus sechs Würfeln. Es ist das erste sogenannte Science Craft. Diese Raumsonden will Planetary Resources dazu nutzen, wissenschaftliche Instrumente und Technik für die Asteroiden-Missionen zu testen. Allerdings sollen diese Science Crafts auch anderen für wissenschaftliche Missionen zur Verfügung stehen, sagt Planetary Resources(öffnet im neuen Fenster) .

Die Missionen von A3R und A6 dienen der Vorbereitung für das Weltraumteleskop Arkyd-100. Damit will Planetary Resources nach Asteroiden suchen, auf denen sich der Bergbau lohnt. Auf den Himmelskörpern sollen beispielsweise Edelmetalle wie Platin oder Platinmetalle zu finden sein. Daneben soll es dort Wasser geben, aus dem im All Raketentreibstoff gewonnen werden kann.

Das Teleskop wurde über Kickstarter finanziert

Planetary Resources hatte den Prototyp des Teleskops 2013 vorgestellt . Um den Transport ins All und den Betrieb zu finanzieren, initiierte das Unternehmen im gleichen Jahr eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Kickstarter, die überaus erfolgreich verlief : Statt der gewünschten eine Million US-Dollar kamen über 1,5 Millionen US-Dollar zusammen. Einen Starttermin für Arkyd-100 hat das Unternehmen noch nicht bekanntgegeben.

Weltraumteleskop Arkyd – Kickstarter
Weltraumteleskop Arkyd – Kickstarter (04:18)

Planetary Resources wurde 2012 gegründet . Einer der Gründer ist Peter Diamandis, der Vorsitzende der X-Prize-Foundation. Zu den Investoren zählen Google-Gründer Larry Page sowie Eric Schmidt, ehemals Chef des Internetunternehmens, Charles Simonyi, Gründer von Microsoft Research und des Softwareunternehmens Intentional Software, sowie Ross Perot Jr., Sohn des US-Industriellen und ehemaligen Präsidentschaftskandidaten Ross Perot. Regisseur James Cameron ist wissenschaftlicher Berater.


Relevante Themen