Das Gunplay überzeugt weitestgehend

Arktika 1 ist ein Egoshooter, und grundsätzlich funktioniert die Spielmechanik hervorragend: Wir kämpfen mit unterschiedlichen Pistolen, die eigene Nachladebewegungen erfordern und aufrüstbar sind - wenngleich sie zu früh zu mächtig ausfallen. Während Titel wie Robo Recall uns Freiheit beim Erkunden einräumen, nutzt 4A Games zur Fortbewegung eine Teleportation zwischen festgelegten Punkten. Blaue Positionen geben mehr Deckung, orangefarbene ermöglichen das Flankieren von Feinden bei offenerem Schussfeld. Roomscale wird nicht unterstützt, Konfrontationen laufen frontal ab.

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Die meiste Zeit treten wir gegen drei Gegnertypen an, die in Wellen, aber nicht sonderlich clever attackieren. Obgleich die Teleportation eine Prise Taktik ins Spiel bringt, sind die durchaus intensiven Gefechte auf Dauer etwas repetitiv - töte alle, bevor es zum nächsten Abschnitt geht. Geübte Schützen sollten den höchsten Schwierigkeitsgrad wählen, der setzt den Spieler eher unter Druck. Was wir Arktika 1 beim an sich befriedigenden Gameplay anlasten, ist das mäßige Treffer-Feedback: So satt der Revolver dröhnt, so lasch wirkt gelegentlich der Einschlag des Projektils. Obendrein kam es vor, dass wir einen Banditen nicht verletzen konnten, solange noch eine Animation ablief.

  • Arktika 1 von 4A Games (Bild: 4A Games)
  • Arktika 1 von 4A Games (Bild: 4A Games)
  • Arktika 1 von 4A Games (Bild: 4A Games)
Arktika 1 von 4A Games (Bild: 4A Games)

Audiovisuell ist Arktika 1 einer der eindrucksvollsten VR-Titel bisher, optisch sehen wir ihn sogar noch vor Cryteks Robinson. Vor allem die Schattenspiele im frostig-morbiden Setting gefallen, wenngleich so manche zerschossene Lichtquelle weiterhin die Umgebung erleuchtet. Das Spiel hat vier Detailsstufen, wobei nur bei Extreme kein Upscaling verwendet wird - darunter wirkt die Darstellung unscharf. Mit einer Geforce GTX 1080 Ti und einem Core i7-4790K läuft der Titel weitestgehend flüssig, zumindest zeigt FCAT VR nur wenige fallengelassene oder per Async Time Warp generierte Frames.

Verfügbarkeit und Fazit

Arktika 1 ist seit dem 10. Oktober 2017 exklusiv für Oculus Rift mit Touch-Unterstützung erhältlich. Das Spiel kostet 30 Euro und hat eine USK-18-Einstufung, die Sprachausgabe und die Texte liegen in Englisch vor.

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Wer erwartet hat, er bekomme einen neuen Metro-Teil, dieses Mal in der Virtual Reality, der liegt nur wenig daneben. Arktika 1 ist ein atmosphärisch dichter und grafisch toller Shooter im postapokalyptischen Russland: Schaufensterpuppen und Leuchtstäbe sind eine erschreckend fiese Kombination, die Story bleibt trotz vorhandener Voraussetzungen jedoch ziemlich auf der Strecke.

Die einerseits einschränkende, andererseits taktisch angehauchte Teleportation mag altbacken wirken, fügt sich aber gut in das Gunplay samt Cover-Spielmechanik ein. Schade nur, dass die wuchtigen Waffen ein bisschen zu wenig Treffer-Feedback erhalten und es kaum Varianz bei den Gegnertypen gibt. Dennoch: Arktika 1 ist ein guter VR-Shooter für Einzelspieler.

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 Arktika 1 im Test: Monster-verseuchte Eiszeitschönheit
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