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Ark Survival Evolved
Ark Survival Evolved (Bild: Wildcard)

Ark Survival Evolved im Test: Urzeitviecher zähmen schwer gemacht

Ark Survival Evolved
Ark Survival Evolved (Bild: Wildcard)

Nach über zwei Jahren ist Ark Survival Evolved aus dem Early Access. Das Grundprinzip, alleine oder gemeinsam prähistorischer Flora und Fauna zu trotzen, unterhält oft prächtig. Die Fehler und die schwache Performance nerven allerdings weiterhin.
Ein Test von Marc Sauter

Klar, den T-Rex kennt jedes Kind und auch beim Archaeopteryx dürften die meisten Erwachsenen wissend nicken. Wer aber bei Baryonyx, Dunkleosteus, Liopleurodon, Megatherium oder Pelagornis immer noch Bescheid weiß, der interessiert sich schlicht für prähistorische Tiere oder spielt Ark Survival Evolved. Der Titel hat Ende August 2017 die Early-Access-Phase verlassen, ist aber noch lange nicht fertig: Frust und Spaß wechseln sich ab.

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Ark Survival Evolved wirft uns nackt an einen idyllischen Strand - sofern es nicht gerade nachts wie aus Kübeln schüttet. Ohne Essen, Kleidung, Unterschlupf und Waffen ist Überleben unmöglich: Wir verdursten oder verhungern oder erfrieren oder verschmachten oder werden gefressen. Also gilt es, Rohstoffe wie Holz oder Steine zu sammeln, um per Beil ein Lagerfeuer zu zimmern. So gewinnen wir an Erfahrung, die in mehr Lebenspunkte oder eine höhere Crafting-Geschwindigkeit investiert wird. Schrittweise freigeschaltete Engramme geben uns die Möglichkeit, fortgeschrittenere Technologie zu verwenden und umherstreifende Kreaturen zu zähmen. Die lassen sich dann nutzen, um Ressourcen abzubauen, zu jagen und zu reisen.

Entwickler Wildcard hat die Maps zwar in Biotope und Klimazonen unterteilt, in denen nur angepasste Flora und Fauna vorkommen. Die Erdzeitalter spielen aber keine Rolle - ein Megalosaurus kann daher in Ark Survival Evolved auf einen Säbelzahntiger oder einen Terrorvogel treffen. Welche Tiere wie harmlos oder tödlich sind, was wir benötigen, um sie zu bekämpfen oder einzufangen und später zu züchten, erklärt das Spiel nirgends. Auch wenn in einem Survival-Titel das Sterben dazugehört, von einem Chalicotherium aufgeschlitzt zu werden, während wir versuchen, es mit Bier zu tränken, das nervt.

Bitte warten ... oder die Einstellungen nutzen

Und egal, ob Beeren sammeln, ein Haus bauen oder sich einen Raptor zum Untertan machen: In Ark Survival Evolved dauert all das eine halbe Ewigkeit. Kleinere Dinos können wir noch mit der Faust umhauen und mit ein bisschen Fisch füttern. Größere brauchen einen Bogen mit Narkosepfeilen und hochwertiges Fleisch, was sich wiederum nur aus gefährlichen Biestern schneiden lässt. Wer alleine spielt, sollte daher die Einstellungen so konfigurieren, dass der Leerlauf drastisch reduziert wird. Auf Multiplayer-Servern ist das häufig der Fall, zudem erhalten Tribe-Mitglieder mehr Erfahrung und gemeinsam geht vieles leichter von der Hand.

Alleine ist Ark Survival Evolved aber selbst mit maximaler Ressourcen-Ausbeute und höchster Zähm-Geschwindigkeit eine langwierige Angelegenheit. Wer eine gut ausgebaute Basis mit Feldern und einigen prähistorischen Tieren haben möchte, muss sehr viele Spielstunden investieren. Mit Freunden kann der Titel aber eine enorme Faszination entfalten: Zusammen einen gefiederten Yutyrannus-Saurier zu erlegen, den mächtigen Quetzal zu fliegen oder mit dem Riesentintenfisch Tusoteuthis zu tauchen, ist einfach toll.

Einen wesentlichen Anteil am Spielspaß hat die über weite Strecken wirklich gelungene Grafik. Die erfordert aber entweder High-End-Hardware oder Nutzer, die sich mit verwaschener Optik oder niedrigen Bildraten abfinden.

Tolle Optik bei niedriger Bildrate 

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