Arin: IPv4-Adressen in Nordamerika nähern sich dem Ende
Noch hat die American Registry for Internet Numbers (Arin) es nicht offiziell verkündet, aber der Zähler auf der Webseite(öffnet im neuen Fenster) ist eindeutig: Der Vergabestelle für IP-Adressen in Nordamerika steht nur noch ein /8-Netz bereit, also 16.777.216 eindeutige Adressen. Nach deren Vergabe stehen keine neuen mehr zur Verfügung, und es können nur noch solche vergeben werden, die andere Anbieter der Arin zurückgeben.
Der Abschied von IPv4 begann für die Arin mit der Zuteilung der letzten fünf /8-Netze durch die IANA im Februar 2011 . Mit den letzten verfügbaren Adressen beginnt für die Arin Phase vier des Endes der IPv4-Adressen, was mit noch strengeren Regeln für die Vergabe verbunden ist.
So werden die Anfragen für Adressen nun nur noch in der Reihenfolge abgearbeitet, in der sie bei der Arin eingehen. Jede Anfrage wird dabei als einzelne Transaktion betrachtet, weshalb auch die Reaktionszeit je nach Kundenstatus und bisher gestellter Anfrage variieren kann. Deshalb kann es mehr als zwei Tage dauern, bis die Arin reagiert.
Anfragen werden ab sofort nur noch von Teams bearbeitet; für Adressblöcke, die größer als ein /15-Netz sind, benötigen sie außerdem die Zustimmung des Abteilungsleiters. Nach der Bewilligung bleiben nur noch 60 statt der bisher 90 Tage für die Zahlung, danach wird die Anfrage als nichtig erachtet.
Behält die Arin ihre bisherige Rate der Vergabe bei, werden IPv4-Adressen wohl in einem Jahr(öffnet im neuen Fenster) zugewiesen sein. Die europäische Vergabestelle Ripe Network Coordination Centre (Ripe NCC) vermeldete bereits im September 2012 den Anbruch des letzten /8-Netzes, allerdings verläuft die Vergabe der übrigen Adressen in Europa wesentlich langsamer als in Nordamerika.
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