Ariane 6: Esa verschiebt erneut Erstflug der neuen europäischen Rakete

Derzeit steht die Esa ohne Rakete da. Das wird voraussichtlich auch noch eine Weile so bleiben.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Trägerrakete  Ariane 6 bei einem Test in Kourou: Erstflug für 2020 geplant
Trägerrakete Ariane 6 bei einem Test in Kourou: Erstflug für 2020 geplant (Bild: M. Pedoussaut/Esa)

Sie wird dieses Jahr nicht mehr fliegen. Der Start der europäischen Trägerrakete Ariane 6 verschiebt sich voraussichtlich ins kommende Jahr.

Einen genauen Termin wolle die Europäische Raumfahrtagentur (European Space Agency, Esa) noch bekanntgeben, twitterte Esa-Direktor Josef Aschenbacher. Vorher seien weitere Tests nötig.

Die Ariane 6 ist das Nachfolgemodell der Ariane 5, die seit 1996 im Einsatz war. Der Bau der Rakete war Ende des Jahres 2014 beschlossen worden. Der Erstflug war für das Jahr 2020 geplant, wurde aber mehrfach verschoben. Bis jetzt war die Esa davon ausgegangen, dass die Ariane 6 im letzten Quartal 2023 erstmals abheben werde.

Starts der Ariane 6 sollen günstiger sein

Die Ariane 6 soll Satelliten für kommerzielle und öffentliche Auftraggeber ins All befördern. Dabei soll sie deutlich günstiger sein als ihre Vorgängerin, was Europas Raumfahrt wettbewerbsfähiger machen soll. Die neue Rakete soll auch die Aufgaben der Sojus-Trägerrakete übernehmen.

Anfang Juli war zum letzten Mal eine Ariane-5-Rakete gestartet. Seitdem hat die Esa keine Möglichkeit mehr, selbst große Satelliten in den Weltraum zu bringen. Wegen des verschobenen Erstflugs der Ariane 6 wird das auch vorerst so bleiben.

Probleme gibt es darüber hinaus auch bei den leichteren Satelliten: Die Trägerrakete Vega C war bei ihrem ersten kommerziellen Flug im vergangenen Dezember abgestürzt. Nach dem Fehlstart bleibt diese Rakete vorerst am Boden.

Derzeit wird die Ariane 6 getestet: Am 18. Juli fand laut Esa ein Test am Startplatz Kourou in Französisch-Guyana statt. Dort wurden unter anderem Tanks befüllt sowie die Interaktionen zwischen Rakete und Startrampe erprobt. Geplant war zudem, das Vulcain-2.1-Triebwerk zu zünden. Das musste jedoch verschoben werden, voraussichtlich auf den 28. August. Ein weiterer wichtiger Test soll am 1. September in Deutschland stattfinden: ein Hot-Firing-Test der Oberstufe.

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