Spektakulär Weltraumspiel gescheitert

Ein Mitglied von Reddit fand allerdings heraus, dass dieser Leonid Kovtun mit ziemlicher Sicherheit zum einen der Angeklagte in einer Reihe von Gerichtsverfahren war. Aber auch, dass er gemeinsam mit einem Maximillian Kovtun zusammen gegen ein Hotel in Las Vegas geklagt hatte. Soweit, so unproblematisch.

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Aber: Dieser Maximillian Kovtun steckt offenbar hinter der ebenfalls aus Las Vegas initiierten, im März 2014 gescheiterten Kickstarter-Kampagne für das Weltraumspiel Space Pioneer - einem Spiel in einem Genre, das seit den Erfolgen von Star Citizen oder Elite Dangerous fast schon ein Selbstläufer auf Kickstarter zu sein schien.

Die größte Gemeinsamkeit von Space Pioneer mit Areal: Es gibt einige spektakulär klingende Versprechen über die Spielinhalte, aber keinerlei Ingame-Material oder sonstige Belege, dass an dem Projekt ernsthaft gearbeitet worden ist. Stattdessen sind in gut gemachten Videos unter anderem Szenen mit echten Astronauten im All und Bleistiftskizzen zu sehen.

Entwickler aus der Bilddatenbank

Es gibt noch weitere Auffälligkeiten bei Areal. Etwa ein Bild von dem als Lead Game Designer geführten Peter Dushynskyi, das offenbar aus einer bekannten Bilddatenbank stammt. West Games erklärt das damit, dass das Foto von einem früheren Artdirektor von GSC Game World aufgenommen und dann an das Portal verkauft worden sei. Es sei dort rechtlich korrekt lizenziert worden, so das Studio.

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Unmittelbar nach dem Start der Kickstarter-Kampagne hatte es Vorwürfe unter anderem von Vostok Games gegeben, einem ebenfalls aus der Ukraine stammendem Entwicklerstudio. Dem zufolge seien die Macher von West Games - anders als behauptet - nicht wirklich bei dem früheren Entwicklerstudio GSC Game World an der Produktion von Stalker beteiligt gewesen.

Das könnte stimmen - oder schlicht der Versuch sein, sich einen Konkurrenten vom Hals zu halten. Schließlich arbeitet auch Vostok Games an einem Spiel, das wie Areal viele Ideen von Stalker aufgreift. Per Update auf seiner Kickstarter-Seite kündigte West Games an, sich rechtlich gegen Vorwürfe wie die von Vostok wehren zu wollen.

West Games ist auf seiner Kickstarter-Kampagnenseite aktiv, aber auch auf Facebook. Das Team geht stellenweise stark auf Interessierte zu, weicht aber Fragen nach Ingame-Material aus. Stattdessen hat es unter anderem ein fast schon surreal anmutendes Video veröffentlicht, in dem einige Teammitglieder nach der Vorstellung durch eine junge hübsche Frau kurz in die Kamera winken und "Hallo" sagen - was wohl belegen soll, dass West Games existiert.

Der Kampagne von Areal haben die Diskussionen inzwischen offensichtlich geschadet. Kurz nach dem Start gab es Zusagen über eine Mindestsumme von 28.000 US-Dollar, und es sah so aus, als ob das Erreichen des Minimalziels von 50.000 US-Dollar nur eine Sache von Stunden sei. Viele Unterstützer reduzierten die zugesagte Summe jedoch wieder und kündigten an, sie erst wieder zu erhöhen, wenn Ingame-Material zu sehen sei.

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 Areal: Betrugsverdacht beim Actionspiel Areal
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insidecpu 03. Jul 2014

und die Typen vom Lego Android Konsolen Gehäuse machen das Marketing

SelfEsteem 03. Jul 2014

Pfff ... Trittbrettfahrer ... Aber eigentlich hast du recht, Maik verdient schon einen...

JOnathanJOnes 02. Jul 2014

Nein. Ich würde dir aber Geld geben wenn du einige assets gekauft hättest und diese...

elgooG 02. Jul 2014

Also die Pre-Production soll abgeschlossen sein, die KI steht und man arbeitet schon an...



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