Arduino vs. Arduino: Namensstreit unter Bastlern friedlich beigelegt

Auf der Maker Faire New York 2016 gaben Massimo Banzi(öffnet im neuen Fenster) , führender Kopf der Arduino LLC, und Federico Musto(öffnet im neuen Fenster) , Geschäftsführer von Arduino SRL, das Ende des Rechtsstreites um die Marke Arduino bekannt. Die beiden Unternehmen wollen ab Ende 2016 den Vertrieb ihrer Arduino-Boards über eine gemeinsame Arduino-Holding durchführen. Die Entwicklung der IDE und die Bereitstellung von Community-Ressourcen wird die ebenfalls neu gegründete, gemeinnützige Arduino-Foundation übernehmen. Unter dem Namen Arduino werden eine Vielzahl einfacher Mikrocontroller-Boards vertrieben, die sich vor allem an Laien und Bastler richten, zunehmend aber auch in der Industrie eingesetzt werden.
Die Einigung deutete sich bereits Ende August 2016 an, als beide Parteien in einem Gerichtsdokument(öffnet im neuen Fenster) gemeinsame Verhandlungen bekanntgaben.


Namensverwirrung hat ein Ende
Mit der Einigung geht ein Streit zu Ende, der 2014 begann und durch einen im Januar 2015 begonnen Gerichtsprozess bekannt wurde. Sowohl das US-amerikanische Unternehmen Arduino LLC um den Arduino-Begründer Massimo Banzi als auch das italienische Unternehmen Arduino SRL um den ehemaligen Arduino-Produzenten Gianluca Martino und den heutigen Geschäftsführer Federico Musto beanspruchten die Arduino-Markenrechte für sich.
Das führte zu einer Teilung der Arduino-Community und -Entwicklung. Arduino LLC führte im Juni 2015 den neuen Markennamen Genuino als Alternative zu Arduino ein und schloss mit Unternehmen weltweit Produktionsverträge für seine Arduino-Boards. Arduino SRL eröffnete seinerseits die Arduino.org-Webseite in Konkurrenz zur originalen Arduino.cc-Webseite, außerdem entwickelte das Unternehmen eine eigene Version der Arduino-IDE . Beide Firmen stellten seit der Trennung verschiedene neue Arduino-Modelle vor, welche jeweils nur von der IDE des jeweiligen Arduino-Unternehmens unterstützt wurden.



