Arduino vs. Arduino: Marke und Produktion wieder unter Kontrolle der Gründer

Die Arduino-Gründergruppe um Massimo Banzi übernimmt die Führung der Arduino AG. Damit sollte ein langjähriger Open-Source-Krimi endlich ein Ende finden.

Artikel veröffentlicht am ,
Arduino und Genuino Uno
Arduino und Genuino Uno (Bild: Alexander Merz / Golem.de)

Am 28.7.2017 gab Arduino.cc die Übernahme des Unternehmens Arduino AG (arduino.org) durch das Unternehmen BCMI bekannt. Hinter dem 2016 gegründeten Unternehmen BCMI steht das Arduino Gründerteam Massimo Banzi, David Cuartielles, David Mellis und Tom Igoe. Massimo Banzi wird Vorstandsvorsitzender der Arduino AG und CTO Dr. Fabio Violante wird neuer CEO des Unternehmens. Der bisherige CEO, Federico Musto, scheidet aus dem Unternehmen aus. Er war in der Arduino-Community stets äußerst umstritten.

Stellenmarkt
  1. Technischer Redakteur (m/w/d)
    ASCon Systems GmbH, Stuttgart,München,Mainz,Homeoffice
  2. E-Business Spezialist/E-Procurement (m/w/d)
    Hommel Hercules Werkzeughandel GmbH & Co. KG, Viernheim
Detailsuche

Damit liegen die Produktion der Arduino-Boards, die Entwicklung der Arduino-IDE, die Community-Betreuung und die Markenrechte wieder vollständig in der Hand des Gründerteams.

Das Ende eines langen Schismas

Die Arduino AG ging aus dem Unternehmen Arduino S.R.L. hervor. Dieses war ursprünglich der einzige Hersteller der Arduino-Boards. Ende 2015 kam es zum Bruch zwischen dem damaligen Inhaber des Unternehmens und der Gründergruppe, damals organisiert im Unternehmen Arduino LLC. Ein Rechtsstreit um die Markenrechte folgte.

Eine gerichtliche Entscheidung blieb aus. Stattdessen wurde im Frühling 2017 die Beilegung des Streites bekanntgegeben. Im Rahmen einer Arduino Foundation wollten die Beteiligten kooperieren. Zu weiteren, öffentlich sichtbaren Aktivitäten bezüglich der Foundation kam es aber auf beiden Seiten bis heute nicht, mit Ausnahme der Übertragung von Markenrechte auf die Arduino AG.

Betrugsvorwürfe gegen Federico Musto

Golem Akademie
  1. AZ-104 Microsoft Azure Administrator: virtueller Vier-Tage-Workshop
    13.–16. Dezember 2021, virtuell
  2. Jira für Anwender: virtueller Ein-Tages-Workshop
    10. November 2021, virtuell
Weitere IT-Trainings

Der Übernahme der Arduino AG gingen in den letzten Monaten Vorwürfe gegen den früheren CTO Federico Musto und der Arduino AG voraus.

Das Magazin Wired entdeckte in Zusammenarbeit mit dem Onlineshop und Elektronikentwickler Adafruit, dass Federico Musto zu Unrecht akademische Grade führte, einer davon soll angeblich vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) verliehen wurde sein. In mindestens einem Fall führte die Aufdeckung der falschen Titel bereits zu rechtlichen Konsequenzen für eines von Musto in Italien mitbegründeten Unternehmens.

Desweiteren attackierte Adafruit seit Juni 2017 die Arduino AG wegen Verstößen gegen die Open-Source-Idee. Das Unternehmen behauptete zwar, offene Hardware zu produzieren, für neuentwickelte Boards wurden aber weder Design-Dokumente und noch Firmware-Quellcodes bereitgestellt.

Keine Aussagen zur Zukunft der Hardware

Die Ankündigung zur Übernahme der Arduino AG durch die BCMI enthält keine Hinweise darauf, was mit den Mikrocontroller-Boards passieren soll, welche das Unternehmen unabhängig vom Arduino-Gründerteam entwickelt hat, beziehungsweise noch in der Entwicklung sind.

Allerdings wird in der Ankündigung Massimo Banzi unter anderem damit zitiert, dass er das Unternehmen auf eine gesunde finanzielle Basis stellen will - ohne die Community zu vernachlässigen. Das deutet durchaus darauf hin, dass die Arduino AG auch unter Massimo Banzi den von Federico Musto eingeschlagenen Kurs eines stärker an Industriebedürfnissen orientierten Unternehmens weiterführen könnte.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Kickstarter
Die Pibox ist ein Mini-NAS mit Raspberry Pi

Auf Basis des Raspberry Pi CM 4 entsteht die Pibox. Mittels Carrier-Platinen können daran zwei 2,5-Zoll-Laufwerke angeschlossen werden.

Kickstarter: Die Pibox ist ein Mini-NAS mit Raspberry Pi
Artikel
  1. Quartalsbericht: Apple erwartet große Probleme in den Lieferketten
    Quartalsbericht
    Apple erwartet große Probleme in den Lieferketten

    Apple meldet Rekordergebnisse und einen 12-Monats-Gewinn von fast 100 Milliarden US-Dollar, warnt jedoch vor Unterbrechungen der Lieferketten.

  2. Neuer Firmenname: Aus Facebook wird Meta
    Neuer Firmenname
    Aus Facebook wird Meta

    Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat den Namen der neuen Dachgesellschaft seiner Dienste genannt. Dieser lehnt sich stark an das geplante Metaversum an.

  3. Quartalsbericht: Amazon kämpft mit höheren Kosten und weniger Wachstum
    Quartalsbericht
    Amazon kämpft mit höheren Kosten und weniger Wachstum

    Der neue Amazon-Vorstandschef sieht auch im vierten Quartal weniger Wachstum wegen Investitionen und Problemen in den Lieferketen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • WD Black SN750 1TB 89,90€ • Acer 27" FHD 165Hz 191,59€ • PS5 Digital + 2. Dualsense + 100€-Amazon-Gutschein mit o2-Vertrag sofort lieferbar • Kingston 1TB PCIe 69,90€ • GTA Trilogy Definitive 59,99€ • Alternate-Deals (u. a. Apacer 960GB SATA 82,90€) [Werbung]
    •  /