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Arduino: Vorgehen gegen unlizenzierte Nachahmer

Open-Hardware darf nachgebaut werden, allerdings dürfen diese Nachbauten nicht als Original ausgegeben werden. Durch optische Änderungen am Original sollen Arduino -Imitate zukünftig einfacher zu erkennen sein.
/ Alexander Merz
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Arduino Uno R3-Platine in neuer Farbe (Bild: Arduino)
Arduino Uno R3-Platine in neuer Farbe Bild: Arduino

Die Technik der Arduino-Boards bleibt gleich, aber die Optik verändert sich. Dies soll unerfahrenen Käufern helfen, unlizenzierte Nachahmer besser zu erkennen. Die Frontseite wird zukünftig mit einem grün-blauen Lack (englischer Farbname: Teal(öffnet im neuen Fenster) ) überzogen. Die Rückseite ist nicht mehr einheitlich weiß, sondern nur noch zur Hälfte, die andere Hälfte ist ebenfalls im grün-blauen Farbton gehalten.

Weitere Merkmale sind die Qualität und die Schriftart der Aufdrucke sowie als leicht sichtbares Kennzeichen ein gold-schwarzfarbener Widerstand neben der USB-Buchse.

Die entsprechenden Merkmale im Vergleich und weitere Indikatoren listet die Arduino-Webseite(öffnet im neuen Fenster) auf.

Schwerer Stand für Open Hardware

Arduino-Boards gehörten zu den ersten Vertretern von Open-Source-Hardware ( OSHW(öffnet im neuen Fenster) ). Dementsprechend einfach ist es für andere, die Boards zu kopieren. Es ist auch erlaubt, diese in den Handel zu bringen. Nicht zulässig ohne Erlaubnis ist hingegen die Verwendung des Namens Arduino, des Logos und der grafischen Gestaltung der Boards. Dafür besitzt die Firma hinter den Arduinos die entsprechenden Markenrechte.

Eine Reihe von Nachahmern bringen aber genau diese grafischen Elemente auf ihren Kopien an beziehungsweise benutzen den Namen Arduino beim Verkauf. In Kombination mit einem günstigen Preis scheinen sie attraktiv für Käufer zu sein.

Laut(öffnet im neuen Fenster) Massimo Banzi, dem Erfinder des Arduinos, gefährden diese aber die Idee hinter dem Arduino-Projekt. Einerseits schadeten qualitativ schlechte Nachahmungen dem Ruf der Arduinos und könnten damit gerade Neueinsteigern das Interesse verderben. Andererseits entgehe den Arduino-Machern dadurch das Geld, das sie neben den reinen Produktkosten in die Community-Infrastruktur und die Lernmaterialien steckten. Letzteres gelte auch für No-Name-Klone. Die Hersteller offiziell lizenzierter Klone hingegen unterstützten durch Lizenzzahlungen auch die Community. Ähnliches gelte auch für abgeleitete Projekte wie dem Teensy Board, dessen Macher häufig engagierte Mitglieder der Community seien.


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