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Arduino: Vom Bastel-Board zur professionellen Lösung

Wer mit Technik zu tun hat, kennt die Arduinos . Mit dieser Bekanntheit und neuem Geld will die Firma ins industrielle Umfeld expandieren.
/ Johannes Hiltscher
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Das Portenta X8 ist das bislang leistungsfähigste Arduino-Board und eignet sich für Linux. (Bild: Arduino S.r.l.)
Das Portenta X8 ist das bislang leistungsfähigste Arduino-Board und eignet sich für Linux. Bild: Arduino S.r.l.

Als der Arduino erschien, war er eine kleine Sensation: Mit wenigen Programmierkenntnissen und ohne Hardware wie Programmieradaptern konnten sofort Ideen ausprobiert werden. An den großen Erfolg der DIY-Boards will die Arduino S.r.l. zukünftig in Unternehmen anknüpfen(öffnet im neuen Fenster) . Der Generation, die mit Arduinos aufwuchs und nun Produkte in Unternehmen entwickelt, will man die passende Hard- und Software an die Hand geben.

Bereits im Mai wurden die ersten Produkte unter dem Label Arduino Pro vorgestellt(öffnet im neuen Fenster) . Darunter befindet sich mit dem Portenta X8(öffnet im neuen Fenster) erstmals ein Linux-fähiges Board. Daneben finden sich ältere Bekannte wie die MKR-Serie . Alle Boards sollen industriellen Anforderungen genügen. Arduino Pro soll Entwickler bei Lösungen für Edge Computing, IoT und KI unterstützen. Deren Entwicklung will Arduino vereinfachen und so breiteren Nutzerschichten die Umsetzung ihrer Ideen ermöglichen.

Neben der Entwicklungsumgebung und Code-Bibliotheken bietet Arduino den Pro-Nutzern eine eigene Cloud-Lösung an. Zudem wird mit den 30 Millionen aktiven Nutzern geworben, deren Feedback Pro-Partnern bei der Produktentwicklung helfen könne. Außerdem würden die Produkte der Partner bei den Nutzern beworben. Ausdrücklich betont wird, dass die nicht-kommerziellen Arduino-Nutzer in Zukunft nicht weniger aufmerksam behandelt werden.

Neues Geld für neue Aufgaben

Um die Expansion angehen zu können, besorgte sich die Arduino S.r.l. im Rahmen einer Serie-B-Finanzierung(öffnet im neuen Fenster) neues Geld. Insgesamt 32 Millionen US-Dollar (30,5 Millionen Euro) konnten durch das Unternehmen von Robert Bosch Venture Capital (RBVC), Renesas, Arm und Anzu Partners eingeworben werden.

Von dem Investment verspricht sich Dr. Ingo Ramesohl von RBVC nicht weniger als eine Revolution des Innovationsprozesses in Unternehmen. Auch wenn das ein wenig übertrieben scheint, hat Arduino dennoch mit seiner einsteigerfreundlichen Entwicklungsumgebung gegenüber anderen Anbietern einen Vorteil. Ob der Spagat zwischen Vereinfachung und daraus folgender Einschränkung der Entwickler gelingt, muss sich jedoch zeigen.


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