Arduino 101: Original-Arduino mit Intel-Chip
Auf der Maker Faire Rom 2015(öffnet im neuen Fenster) haben Massimo Banzi von Arduino.cc(öffnet im neuen Fenster) und Intel den Arduino 101(öffnet im neuen Fenster) angekündigt. Der besitzt zwar die gleichen Abmaße, GPIO-Pins und Anschlüsse wie der Arduino Uno R3, beim Microcontroller handelt es sich aber um ein Curie-Modul von Intel statt um einen AVR-Chip.
Das Curie-Modul vereint einen 32-Bit-Quark-Kern und einen ARC-Kern(öffnet im neuen Fenster) . Beide sind auf 32 MHz getaktet. Dazu besitzt das Modul eine Bluetooth-Low-Energy-Funkeinheit und einen Beschleunigungssensor, wie auch Gyroskop und 384 KByte Flashspeicher. Es hat außerdem 80 KByte SRAM, wovon aber nur 24 KByte für Arduino-Sketches genutzt werden können. Der Quark-Microcontroller kam bereits bei Intels vorherigen Versuchen mit Arduino-Klones zum Einsatz. Er werkelte als alleiniger Microcontroller auf dem Galileo, als IO-Coprozessor zusammen mit einem Atom auf dem Edison. Auf dem Quark-Kern im Curie-Modul läuft wie im Edison das embedded Betriebssystem ViperOS RT, das auf VxWorks(öffnet im neuen Fenster) basiert.
Inwieweit der Arduino 101 auf Source-Code-Ebene kompatibel mit den übrigen Arduino-Boards sein wird, ist noch offen. Bei der Technik unterscheidet er sich abseits des Microcontrollers insofern vom Arduino Uno, als er nur 4 PWM-Ausgabepins besitzt und standardmäßig mit 3,3-Volt-Pegeln arbeitet. Alle GPIO-Pins sollen aber gegen 5V-Überspannung abgesichert sein.
Der Arduino 101 soll Anfang 2016 erscheinen und wird von Intel in den USA produziert. Unter diesem Namen wird er aber nur dort verkauft. In der übrigen Welt wird er unter der neuen Marke als Genuino 101 vertrieben. Der Preis soll bei 30 US-Dollar beziehungsweise 27 Euro liegen. Er liegt damit nur leicht über dem Straßenpreis des Arduino Uno R3. Intels Galileo- und Edison-Boards sind deutlich teurer, allerdings kommt dort auch eine deutlich höher getaktete Variante des Quark-Kerns zum Einsatz.
Das neue Board soll sich insbesondere an Schulen und Bildungseinrichtungen richten. Außerdem soll es im Mittelpunkt einer großen TV-Show von Intel stehen: America's Greatest Makers. In diesem Reality-TV-Format sollen Bastler bei ihren Projekten begleitet werden.
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