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Arduino 101 mit dem Curie-Modul
Arduino 101 mit dem Curie-Modul (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Arduino 101 angetestet: Endlich ein genuines Bastelboard von Intel

Arduino 101 mit dem Curie-Modul
Arduino 101 mit dem Curie-Modul (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Bisher konnten Intels Bastelboards nicht ganz überzeugen - doch beim Arduino/Genuino 101 hat der Chiphersteller aus einigen seiner Fehler gelernt.
Von Alexander Merz

Der Genuino 101 - in den USA heißt er Arduino 101 - ist Intels vierter Versuch, sich in der Welt der Bastler zu etablieren. Trotz des vergleichbar niedrigen Preises bietet die Experimentierplatine eine beachtliche Leistung und überrascht mit einer Vielzahl an Funktionen. Allerdings war in der Vergangenheit beim Begriff "Arduino-kompatibel" bei Intels Bastelboards immer Vorsicht geboten. Wir haben uns angeschaut, ob das auch für den Genuino 101 gilt.

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Es gibt weiterhin zwei Kerne

Auf den ersten Blick unterscheidet sich der Genuino/Arduino 101 kaum vom Klassiker, dem Uno. Der Formfaktor, die Anschlüsse und die Pin-Leisten sind identisch. Einzig der unlackierte Bereich fällt sofort auf: Dort befindet sich die Antenne für den Bluetooth-Empfänger. Der sitzt nicht als eigener Baustein auf dem Board, sondern ist integriert in das Intel-Curie-Modul. Dieser kleine Baustein enthält auch einen sechsachsigen Beschleunigungsmesser und ein Gyroskop (IMU). Und natürlich steckt auch der eigentliche Prozessor darin, genau genommen sind es zwei: ein Quark-Prozessorkern (x86-kompatibel) und ein ARC-Prozessorkern (RISC-Prinzip), beide getaktet mit je 32 Mhz. Das RAM ist 80 KByte groß, wovon 24 KByte genutzt werden können, vom 384 KByte großen Flash-Speicher können 196 KByte selbst verwendet werden.

Der Genuino 101 beziehungsweise das Curie-Modul konkurriert angesichts dieser Ausstattung weniger mit anderen preiswerten Angeboten auf Basis der 8-Bit-AVR-Mikrocontroller von Atmel. Eher lässt es sich mit einer Vielzahl an Lösungen auf Basis des ARM-Cortex-M0-Designs messen.

Mit dieser Konfiguration ändert Intel die bisherige Strategie bei seinen Bastelboards, durch die sich die Intel Galileo 1 und 2 sowie das Edison for Arduino immer ein wenig zwischen den Stühlen befanden. Jeweils ausgerüstet mit einem durchaus potenten Prozessor, auf denen ein Linux-Derivat läuft, standen sie dem Raspberry Pi nahe - die sonstige Ausstattung und das Intel-Marketing positionierten sie hingegen als Arduino-Alternative. Da aber die Arduino-Kompatibilität auf Software- wie auch Hardware-Ebene nur aufgepfropft wurde, führte das oft zu Frust bei vielen Bastlern.

  • Genuino 101 - Frontansicht (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Genuino 101 - Rückansicht (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Curie-Modul und Bluetooth-Antenne (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Genuino 101 unterscheidet sich in den Abmaßen nicht vom Uno R3. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nicht nur optisch macht der Genuino 101 mehr her als seine älteren Intel-Brüder, ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... denn die Nutzung von Aktuatoren und Sensoren ist mit dem Mikrocontroller-Board deutlich einfacher. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Bluetooth-Unterstützung ist mit etwas Erfahrung ohne Schwierigkeiten umzusetzen. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
Genuino 101 - Frontansicht (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Eigene Programme laufen ohne Betriebssystem

Ganz ohne diese Ambiguität kommt auch der Genuino 101 mit seinen zwei Prozessorkernen nicht aus. Auch die Dokumentation ist in dieser Hinsicht schwammig. Anscheinend dient der Quark-Kern derzeit als Mittler zwischen den Bestandteilen des Curie-Moduls und der Außenwelt. Dazu läuft auf diesem ViperOS, ein Echtzeitbetriebssystem von Wind River. Zurzeit kann der Anwender daran nichts ändern oder selbst den Quark-Kern ansprechen. Das soll sich im März 2016 ändern, die notwendigen Informationen sollen dann veröffentlich werden. Vergleichbare Ankündigungen bezüglich der Mikrocontroller-Einheit auf dem Intel Edison löste Intel erst nach längerer Zeit ein. Die entsprechende Dokumentation und das SDK für den Edison dürften aber bereits einen Einblick geben.

Laut Dokumentation verteilt der Compiler die Bestandteile eines selbstgeschriebenen Programms auf beide Prozessorkerne. Aufgrund der verschiedenen Architekturen ist das sehr unwahrscheinlich. Tatsächlich scheinen alle Entwicklerwerkzeuge derzeit speziell für den Arc-Kern bestimmt zu sein und entsprechende Binarys zu erzeugen. Gemeint ist wohl, dass bei der Compilierung auch Aufrufe zu RTOS-Subroutinen auf dem Quark-Kern eingefügt werden. Dieser Ansatz ist insofern bemerkenswert, da bei den älteren Intel-Boards eigene Programme für den Quark-Kern compiliert wurden und die angeflanschte Mikrocontroller-Elektronik nur indirekt angesprochen werden konnte. Beim Genuino 101 verhält es sich umgedreht, eigene Programme laufen auf dem Arc-Kern, nicht dem x86-System.

Direkte Integration in die Arduino IDE 

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RP-01 09. Feb 2016

Intel hat auf GitHub ein Repository für Open Source Kram. Darunter findet man auch den...

nixidee 02. Feb 2016

Also es gibt ja immerhin auch RT Linux usw. Wobei ich mich frage wofür man dermaßen...

frostbitten king 28. Jan 2016

Ahahhaha. Ja kann mich erinnern. Hab letzte Woche irgendwann die Doku zu camp14 oder wie...



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