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Arduino 101 mit dem Curie-Modul
Arduino 101 mit dem Curie-Modul (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Direkte Integration in die Arduino IDE

Die Installation besagter Entwicklerwerkzeuge erfordert nicht viel Aufwand. Voraussetzung ist die Arduino IDE von Arduino.cc ab Version 1.6.7. Über den Boardverwalter im Werkzeugmenü wird das Entwicklerpaket "Intel Curie Boards" installiert. So kommt das rund 400 MByte große Paket aus Compiler, Linker und diversen Bibliotheken auf den eigenen Rechner.

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So präpariert wird der Genuino 101 per USB angeschlossen und als serielle Schnittstelle erkannt. Unter Linux und OS X muss dafür kein Treiber installiert werden, unter Windows hingegen schon. Schließlich wird die Schnittstelle im Port-Untermenü des Werkzeuge-Menüs ausgewählt und im Board-Untermenü "Arduino 101". Jetzt kann das erste Arduino-Sketch geschrieben und kompiliert werden. Alternativ finden sich auch im Datei-Menü unter Beispiele einige fertige Sketches, es handelt sich dabei um Beispiel-Programme für die Nutzung des Bluetooth-Low-Energy-Moduls, den Lage- und Beschleunigungssensoren sowie die Bereitstellung einer softwarebasierten seriellen Schnittstelle an einem beliebigen Ausgabe-Pin des Genuino 101.

Erwartungsgemäß funktionieren diese Beispiele. Doch was passiert, wenn wir über die GPIO-Leisten externe Bauelemente ansprechen und steuern wollen? Beim Galileo und Edison lagen hier die Schwachstellen. Einen Unterschied zum Original-UNO verrät bereits die Dokumentation. Der Genuino 101 besitzt nur 4 Pins, an denen PWM-Funktionalität bereitsteht.

  • Genuino 101 - Frontansicht (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Genuino 101 - Rückansicht (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Curie-Modul und Bluetooth-Antenne (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Genuino 101 unterscheidet sich in den Abmaßen nicht vom Uno R3. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nicht nur optisch macht der Genuino 101 mehr her als seine älteren Intel-Brüder, ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... denn die Nutzung von Aktuatoren und Sensoren ist mit dem Mikrocontroller-Board deutlich einfacher. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Bluetooth-Unterstützung ist mit etwas Erfahrung ohne Schwierigkeiten umzusetzen. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
... denn die Nutzung von Aktuatoren und Sensoren ist mit dem Mikrocontroller-Board deutlich einfacher. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Wir schließen eine ganze Reihe von Bauteilen an: ein Servo wird per PWM angesteuert, über einen Motortreiber wird ein Schrittmotor angesprochen, eine LED-Bastelei blinkt dank Kommandos auf dem I2C-Bus. Einen Temperatursensor lesen wir per Onewire aus, dessen Wert per Ethernetshield regelmäßig an einen Server gesendet wird, schließlich noch einen IR-Bewegungssensor. Dessen Meldungen und auch wieder die Temperatur stellen wir per Bluetooth bereit.

Es fehlt Dokumentation

Keine der genutzten Arduino-Bibliotheken verursachte dabei Probleme oder ließ sich nicht kompilieren. Einen Haken gibt es nur bei den speziellen Bibliotheken des Curie-Moduls für die Bluetooth- und IMU-Funktionen. Es fehlt an Dokumentation, die mitgelieferten Beispiel-Programme können das zwar beim IMU kompensieren, aber nur schlecht beim komplexeren Bluetooth-Betrieb. Hier muss der Nutzer zwangsläufig in den Quellcode schauen. Wer allerdings bereits ein wenig Erfahrung mit Bluetooth Low Energy hat, sollte kaum Probleme haben.

Beim gleichzeitigen Betrieb der vielen Bauteile zeigten sich keine Timing-Probleme, allerdings mit einer Ausnahme: Immer wenn ein Messwert per Bluetooth vom Genuino 101 zu einem gekoppelten Gerät versendet wird, scheint die Programmausführung für einige Millisekunden blockiert zu werden. Der Effekt tritt nicht auf, während ein Gerät mit dem Bluetooth-Empfänger gekoppelt wird oder Daten vom Gerät zum Genuino 101 gesendet werden.

Mangels ausführlicher Dokumentation des Curie-Moduls und seiner Bestandteile ließ sich die Ursache dieses Verhaltens nicht weiter eingrenzen. Auch Informationen zu spezifischen Eigenheiten des Arc-Prozessorkerns fehlen, zum Beispiel für das Interrupt-Verhalten. Fortgeschrittene Anwender können hier an ihre Grenzen stoßen.

Etwas nervig ist auch die relativ lange Initialisierungszeit des Curie-Moduls bei jedem Neustart. Zwar beträgt sie nur wenige Sekunden, für einen klassischen Mikrocontroller ist das allerdings zu lang.

 Arduino 101 angetestet: Endlich ein genuines Bastelboard von IntelStrombedarf ist akkufreundlich 

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RP-01 09. Feb 2016

Intel hat auf GitHub ein Repository für Open Source Kram. Darunter findet man auch den...

nixidee 02. Feb 2016

Also es gibt ja immerhin auch RT Linux usw. Wobei ich mich frage wofür man dermaßen...

frostbitten king 28. Jan 2016

Ahahhaha. Ja kann mich erinnern. Hab letzte Woche irgendwann die Doku zu camp14 oder wie...



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