Arducorder Mini: Open-Source-Tricorder sammelt Umweltdaten
Wollte Dr. McCoy alias Pille wissen, was einem Besatzungsmitglied der Enterprise fehlt, schnappte er sich seinen Tricorder und konnte im Nu eine vollständige Diagnose stellen. Das kann der Arducorder Mini nicht. Aber er liefert blitzschnell eine Menge Daten über die Umwelt.
Der Arducorder Mini(öffnet im neuen Fenster) sei ein "Arduino-kompatibles, vielseitiges Messgerät", erklärt Entwickler Peter Jansen(öffnet im neuen Fenster). Er sei so klein, dass er bequem in die Hosentasche passe, und modular, es könnten also Sensoren ausgetauscht oder hinzugefügt werden.
Luftdruck, Temperatur, Licht
Der aktuelle Prototyp des Arducorder hat ein gutes Dutzend Sensoren: Sie messen Temperatur, Luftdruck und -feuchtigkeit, die Helligkeit und andere Parameter des Lichts, wie Polarisation und Lichtfarbe, oder die magnetische Induktion. Hinzu kommen ein Gyroskop und ein Beschleunigungsmesser, ein Geigerzähler, ein Gassensor, eine Wärmebildkamera, ein Mikrofon und ein Spektrometer.
Das Gerät hat einen 1,5 Zoll großen Bildschirm aus organischen Leuchtdioden (OLED) mit einer Auflösung von 128 x 128 Pixeln sowie 16 Bit Farbtiefe. Der Bildschirm ist unterteilt, damit der Nutzer die Daten von mehreren Sensoren gleichzeitig sieht.
Bedienung per Touchwheel
Bedient wird der Arducorder über ein Touchwheel, ähnlich wie ein iPod. Fährt der Nutzer mit dem Finger darüber, wechseln in den kleinen Fenstern die Anzeigen. Will der Nutzer mehr über einen bestimmten Parameter wissen, kann er die Anzeige auf den ganzen Bildschirm vergrößern.
Jansen setzt für die Datenverarbeitung einen PIC32 Microcontroller(öffnet im neuen Fenster) mit einer Taktrate von 80 Mhz ein. Der Arducorder hat 128 KByte Arbeitsspeicher und 512 KByte Flash-Speicher. Ein CC3000-WLAN-Modul ermöglicht drahtlosen Datenaustausch. Ein Lithium-Polymer-Akku versorgt den Arducorder mit Energie.
Tricorder-artiges Gerät für die Erkundung der Umwelt
Der Arducorder Mini sei ein weiterer Schritt bei seinem Tricorder-Projekt(öffnet im neuen Fenster), sagt Jansen. Ziel sei, ein Tricorder-artiges Gerät für wissenschaftliche Zwecke zu entwickeln, das quelloffen sei, damit es jeder nachbauen und die Welt um ihn herum erforschen könne.
Die Hardware steht unter der Creative-Commons-Lizenz By-Attribution Share-Alike 4.0(öffnet im neuen Fenster), die Software unter verschiedenen Open-Source-Lizenzen.
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