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ARD und ZDF: Vodafone will Verzögerung bei Fußball-WM beenden

Anga Com
Vodafone verwendet ein besonders früh verfügbares TV-Signal der Sender ARD und ZDF – und verteilt es sofort ins Kabelnetz.
/ Achim Sawall
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Am Sonntag, den 14. Juni 2026, um 19.00 Uhr, findet die erste Begegnung des DFB-Teams im Turnier gegen WM-Neuling Curaçao statt. (Bild: ARD)
Am Sonntag, den 14. Juni 2026, um 19.00 Uhr, findet die erste Begegnung des DFB-Teams im Turnier gegen WM-Neuling Curaçao statt. Bild: ARD

Vodafone will bei der Fußballweltmeisterschaft die Verzögerung bei TV-Übertragung von ARD und ZDF im Kabelnetz durch eine technische Optimierung beseitigen. Das hat der Kabelnetzbetreiber auf der Kongressmesse Anga Com am 19. Mai 2026 in Köln bekanntgegeben(öffnet im neuen Fenster). Dazu nutzt Vodafone ein besonders früh verfügbares TV-Signal der Sender und verteilt es ohne zusätzliche Verarbeitungsschritte im Kabelnetz.

Fabrizio Rocchio, Chief Technology Officer von Vodafone, sagte: "Wir lassen Fußballfans bei der WM im Kabel-TV schneller jubeln. Durch die technische Umstellung reduziert sich die zeitliche Verzögerung bei der Übertragung um mehrere Sekunden, sodass die Tore via Kabelfernsehen schneller als bisher auf den TV-Bildschirmen zu sehen sind."

Das Vergleichsportal Verivox berichtete(öffnet im neuen Fenster): "Über die Satellitenschüssel kommt das TV-Signal am schnellsten zum Zuschauer. Etwa eine Sekunde später erreichen die Fernsehbilder Geräte mit Antennenempfang. Nutzer von Kabel-TV müssen gegenüber Satellit oft vier Sekunden oder mehr warten. Doch eine verbesserte Signalverarbeitung ermöglicht inzwischen manchen Kabelkunden einen Jubel ohne Verzögerung."

RTL und Sat.1 sind bei dieser Weltmeisterschaft raus

Die genannten Werte könnten je nach Wohnort, Sender und Bildauflösung oder Zahl von Zugriffen abweichen. Im schlechtesten Fall seien deutlich längere Verzögerungen möglich. Bei klassischen analogen TV-Übertragungen waren Verzögerungen früher kaum wahrnehmbar.

Beim analogen Radio ist das weiterhin so. Beim Streaming kann die Latenzzeit bis zu zehn Sekunden betragen, unabhängig von der Auflösung. Damit hängt Streaming den anderen Übertragungsarten wie Sat-TV, Kabel-TV oder IP-TV hinterher.

Bereits zur Europameisterschaft 2024 hatte Vodafone die Beschleunigungstechnik bei Live-Übertragungen von ARD und ZDF im Kabelnetz eingesetzt. Magenta TV der Telekom überträgt als einziger Anbieter ausnahmslos alle 104 Spiele der WM 2026 live. RTL und Sat.1 sind bei dieser Weltmeisterschaft komplett außen vor. Keiner der beiden großen Privatsender hat für die WM 2026 Sublizenzen erworben.


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