ARD: 5G Broadcast soll im Krisenfall Bevölkerung warnen

Bei Katastrophen könnten laut ARD SMS-Warnungen beziehungsweise Cell Broadcast helfen. Besser sei 5G Broadcast.

Artikel veröffentlicht am ,
Stuttgart: Unterstützer von 5G Broadcast
Stuttgart: Unterstützer von 5G Broadcast (Bild: Deutsche Funkturm)

Die ARD tritt dafür ein, im Falle einer Katastrophe die Bevölkerung auch über 5G Broadcast zu warnen. So heißt es in einem internen Papier der ARD, das in der kommenden Woche in einem Arbeitskreis der Bundesnetzagentur zur Weltfunkkonferenz vorgestellt wird. Das Papier liegt Golem.de vor.

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Darin heißt es: "Für das terrestrische Fernsehen ist in Zukunft ein Umstieg auf 5G Broadcast denkbar. Es werden die gleichen Frequenzen wie im aktuellen terrestrischen Fernsehen mit der Möglichkeit einer ausfallsicheren Sendetechnik genutzt. Es kann damit alles, was im Fernsehen an Informationen verfügbar ist (Informationen aus dem Krisengebiet, Reportagen, Hilfeaufrufe, Sofortmaßnahmen, Anlaufstellen, Grafiken, Bilder etc.), und darüber hinaus Datendienste (zum Beispiel Signale für Warn-Apps) an die betroffene Bevölkerung zuverlässig übertragen werden."

Gehe man davon aus, dass in zukünftigen Mobilfunkgeräten ein 5G-Broadcast-Empfänger integriert sei, ergebe sich eine sehr hohe technische Reichweite. Einer der großen Vorteile des 5G-Broadcast-Standards sei der Empfang ohne SIM-Karte sowie ohne Authentifizierung, so dass es keine Abhängigkeit von einem Mobilfunk-Netzbetreiber gebe.

"Anders als beim Mobilfunk werden bei 5G-Broadcast datenintensive Informationen ohne eine Überlastung des Netzes an alle im Sendegebiet erreichbaren Geräte gleichzeitig ausgeliefert. Für eine perspektivische Einführung von 5G Broadcast und die damit verbundenen Möglichkeiten zur Katastropheninformation werden die heute für das terrestrische Fernsehen (DVB-T2) genutzten Frequenzen in vollem Umfang für den Rundfunk gebraucht", erklärte die ARD.

Julihochwasser 2021 in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz

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Die 5G-Broadcast-Technologie ermöglicht es, die Vorteile von Rundfunk (one-to-many) mit mobilem Breitband (one-to-one) zu kombinieren. Dazu können existierende Rundfunksendeanlagen (High Tower High Power) verwendet werden, von denen ähnlich wie bei DVB-T2 ein Signal von einem Sender gleichzeitig an eine unbegrenzte Anzahl von Empfängern gesendet wird.

Dies erlaubt einen unabhängigen Netzbetrieb durch Rundfunknetzbetreiber über große Funkzellen mit Radien von bis zu 60 Kilometern. 5G Broadcast, eine Erweiterungen des globalen 5G-Standards, ist technisch gesehen FeMBMS (Further evolved Multimedia Broadcast Multicast Service).

Laut ARD sind bei Umweltkatastrophen wie dem Julihochwasser 2021 in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz auch SMS-Warnungen beziehungsweise Cell-Broadcast neben Sirenen oder Lautsprecherdurchsagen wichtig. "Allerdings ist klar, dass nach einem Zusammenbruch des Stromnetzes und dem damit einhergehenden Ausfall des Mobilfunknetzes weder SMS-Warnungen noch Cell Broadcast funktionieren", erklärt die ARD.

Gewöhnlich sind Mobilfunkstandorte mit 4- oder 8-Stunden-Batteriepuffer ausgestattet, Notstromaggregate werden eher im Bereich des Behördenfunks eingesetzt, hat Golem.de aus Branchenkreisen erfahren. Werden die Anlagen jedoch von Hochwasser vollständig weggerissen, ist auch die Zusatzversorgung sinnlos.

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stoney0815 21. Aug 2021

Tja, dann müssen Sie eben leider ersticken/verbrennen/ertrinken/verstrahlt werden usw...

k2r 20. Aug 2021

Hoer geht es um Meldungen, die hoffentlich nicht alle paar Wochen kommen. Ausserdem...

robinx999 20. Aug 2021

Naja abgesehen davon das man beides machen kann möchte ich es mal versuchen...

Wary 20. Aug 2021

Ob man langweiliges WDR Standardprogramm ohne Warnungen und Hinweise über DVB oder 5G...



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