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Arcturus: Linux-Patches zeigen Arcturus-Chip von AMD

Die Linux -Entwickler von AMD haben Patches für die bisher noch unbekannte Arcturus-Grafikkarte veröffentlicht. Diese auf Vega -Grafik aufbauende GPU ist ganz klar auf den professionellen Einsatz ausgelegt und hat keine 3D-Einheit.
/ Sebastian Grüner
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Die Arcturus-GPU von AMD basiert auf den Vega-Chips. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
Die Arcturus-GPU von AMD basiert auf den Vega-Chips. Bild: Marc Sauter/Golem.de

Etwas überraschend hat der AMD-Entwickler Alex Deucher Linux-Patches für die kommenden Arcturus-Modelle (öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht. Bisher waren diese GPUs bis auf Spekulationen über den Codenamen nicht öffentlich bekannt. Die nun verfügbaren Patches lassen jedoch einige Rückschlüsse auf die Hardware zu.

Demnach basieren die Arcturus-Chips nicht auf der neuen Architektur der Navi-Karten , sondern auf der vor fast zwei Jahren veröffentlichten Vega-GPU . Darüber hinaus zielt AMD für die bisher drei bekannten Kartenvariationen(öffnet im neuen Fenster) (GL, XT, XL) auf Grund ihrer Eigenschaften klar auf den professionellen Einsatz der GPUs in Workstations oder auch als Beschleunigerkarten im Rechenzentrum. Für PC-Spiele eignen sich die Karten nicht, denn diese haben keine 3D-Engine(öffnet im neuen Fenster) und dem Treiber fehlt der Display-Bestandteil.

Große Karten für den Profi-Einsatz

So hat AMD etwa die ALUs pro Compute Unit (CU) von 64 auf 128 erhöht(öffnet im neuen Fenster) . Zudem hat AMD auch die Wavefront, also die Anzahl der parallel ausführbaren Threads, auf 4.096 verdoppelt(öffnet im neuen Fenster) .

Die neuen AMD-GPUs verwenden außerdem statt bisher zwei gleich acht Einheiten für den Speicherdirektzugriff(öffnet im neuen Fenster) (SDMA), was die Anzahl der Speicherzugriffe deutlich erhöhen sollte. Hinzu kommen noch zwei statt bisher einer der Video-Core-Next (VCN) genannten Multimediaeinheiten, die AMD im Vergleich zu den bisher genutzten leicht überarbeitet hat und in den Arcturus als VCN 2.5 bezeichnet. Angesprochen werden die SDMA und VCN über zwei Speichercontroller(öffnet im neuen Fenster) statt bisher einen.

In den vergangenen Tagen hat AMD zudem neuen Backend-Code für den LLVM-Compiler(öffnet im neuen Fenster) für den Vega-Chip GFX908 veröffentlicht. Dabei handelt es sich sehr wahrscheinlich um die nun bekannten Arcturus-Karten. Möglicherweise werden die Karten auf der kommenden Messe für Grafiktechnik, Siggraph, Ende Juli dieses Jahres offiziell vorgestellt.


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