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Arctic Sound: Intel zeigt Grafikkarte für 2020

In zwei Jahren möchte Intel die erste neue Grafikkarte seit vielen Jahren veröffentlichen. In einem Teaser-Video rühmt sich der Hersteller der Fortschrittlichkeit seiner eigenen iGPUs und zeigt eine dedizierte Karte.
/ Marc Sauter
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Mockup einer Intel-Grafikkarte (Bild: Intel)
Mockup einer Intel-Grafikkarte Bild: Intel

Ein Twitter-Account namens Intel Graphics(öffnet im neuen Fenster) und ein Teaser-Video: Der CPU-Hersteller beginnt frühzeitig mit dem Marketing für seine offiziell für 2020 angekündigte dedizierte Grafikkarte. Zu diesem Zweck wurde hochkarätiges Personal wie Raja Koduri, Ex-Apple sowie Ex-AMD, und Chris Hook, Ex-AMD, angeworben. Die derzeit stattfindende Grafikkonferenz Siggraph nutzt Intel geschickt, um Aufmerksamkeit auf das eigene Produkt zu lenken.

Zuvor aber lobt sich der Hersteller selbst: Die integrierten GPUs in den eigenen Prozessoren steuerten täglich Quintillionen von Pixeln an und man habe als Erster eine Grafikeinheit in den Handel gebracht, die vollständig zu DirectX 12 kompatibel sei. In beiden Fällen übertreibt Intel nicht, denn iGPUs wie die HD Graphics 510 der Skylake-Chips unterstützten schon im Herbst 2015 das Direct3D Feature Level 12_1, AMD und Nvidia zogen erst Jahre später nach. Auch 4K für Netflix am PC lief auf Intel-Chips viele Monate vor der Konkurrenz.

Intel dGPU for 2020 (Trailer)
Intel dGPU for 2020 (Trailer) (01:20)

Die im Teaser-Video gezeigte Grafikkarte ist recht kurz und hat ein Singleslot-Design ohne Stromanschlüsse. Sofern das Rendering ansatzweise dem ähnelt, was Intel tatsächlich plant, dann dürfte es sich um ein Mittelklasse-Modell mit unter 75 Watt Leistungsaufnahme handeln. Frühere Berichte sprachen von der 60-Watt-Klasse, in welcher Intel die Konkurrenz schlagen will. Der eigentliche Chip, Arctic Sound genannt, eigne sich auch für Notebooks - derzeit wird hier mit AMD zusammengearbeitet: Kaby Lake G mit Intel-Kernen und AMD-Grafik wird etwa in Dells XPS 15 (Test) eingesetzt.

Bis 2020 ist noch Zeit, vorerst wird Intel neue Prozessoren veröffentlichen, bei denen die iGPU diverse Verbesserungen erhält: Nächstes Jahr sollen die Ice Lake Y/U mit Gen11 statt Gen9 erscheinen, bei denen die Anzahl der Shader-Cluster für die GT2-Grafikeinheit von 24 EUs auf 48 EUs steigt und damit die Leistung deutlich erhöht.


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