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Viel Idealismus

Zu den vorinstallierten Programmen zählen unter anderem Firefox und Thunderbird. Für deren Portierung auf Arca OS sind die Entwickler bei dem deutschen Unternehmen Bitwise verantwortlich, die wir nach ihrer Motivation befragten.

  • Der Bootmanager der Installations-CD von Arca OS (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Bereits der ACPI-Treiber ist nicht das Original aus OS/2, sondern stammt von Arca Noae. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Die Installationsroutine beginnt ganz traditionell mit der Einrichtung von Tastatur und Maus. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Arca Noae hat die Nutzung von OS/2 von IBM lizenziert und bringt selbst einen Lizenzvertrag für Benutzer mit. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Vorlagen sorgen für eine einfachere Installation für bestimmte Anwendungsbereiche. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Zunächst muss der Datenträger eingerichtet werden. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Es folgt der erste von zwei Reboots. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Da werden Erinnerungen wach! (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Das Boot-Logo von ArcaOS (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Zunächst muss ein Datenträger für die Installation eingerichtet werden. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Über den Volume-Manager lässt sich bei mehreren Datenträgern bestimmen, wo Arca OS installiert werden soll. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Auch der Bootmanager wurde von Arca Noae erneuert. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Zumindest in der virtuellen Maschine wurde ein frischer Datenträger richtig erkannt. Auf einem Notebook mussten wir nachhelfen. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Jetzt wird der Datenträger formatiert. Zur Auswahl stehen JFS oder HPFS. Die Überprüfung auf Fehler sollte man sich für nach der Installation aufheben. sie dauert ziemlich lange. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Eine deutsche Lokalisierung gibt es zwar, eine vollständige eingedeutschte Benutzeroberfläche fehlt jedoch noch. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Auch die USB-Treiber gab es unter OS/2 in dieser Form nicht. Die Unterstützung für USB 2.0 kommt von Arca Noae. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Auch der AHCI-Treiber ist neu. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Von Arca Noae stammt auch der neue erweiterte Treiber für Grafikkarten. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Dabei bedient sich Arca Noae auch bei Open-Source-Projekten wie hier beim Soundtreiber, der von Alsa stammt. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Netzwerkkarten werden meist automatisch erkannt und mit den passenden Treibern angesprochen. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Der Installer zeigt eine Zusammenfassung der gewählten Installationsoptionen. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Das Kopieren der Installationsdaten dauert nicht allzu lange, es sind ja auch nur knapp 1,2 GByte. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Danach ist ein zweiter Neustart fällig. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Hier wird die DOS-Umgebung sichtbar samt Autoexec.bat und Config.sys. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Vor einem dritten Neustart werden noch weitere Dateien kopiert. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Die Benutzeroberfläche von Arca OS (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Arca Noae und Bitwise haben etliche Treiber beigesteuert, um das darunterliegende OS/2 von IBM auf den aktuellen Stand zu bringen. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Der Code für zahlreiche Treiber für Netzwerkkarten stammt aus FreeBSD und wurde auf Arca OS portiert. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Portiert wurde auch der Browser Firefox. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Firefox liegt aber nicht in einer aktuellen Version vor. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Zumindest wichtige Multimediaformate unterstützt Arca OS. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Die Einrichtungsoptionen unter Arca OS sind ... (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • ... recht umfangreich. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Sogar das DVD-Format wird von Arca OS unterstützt. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Spiele gibt es natürlich auch einige. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Der beigesteuerte Paket-Manager basiert auf YUM aus dem Fedora-Projekt. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Dort gibt es neben zahlreichen Entwicklungswerkzeugen auch Druckertreiber oder Schriftarten. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Wie im Original gibt es auch in Arca OS eine Windows-3.11-Umgebung. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Das weckt nostalgische Gefühle. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Für 32-Bit-Anwendungen, wie sie bis Windows 2000 funktionieren, gibt es den Emulator Odin. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Ob man wirklich den Real Player nutzen will, bleibt jedem aber selbst überlassen. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Hinter dem Icon Computer sind die wichtigsten Funktion zu finden und nicht wie heutzutage oftmals der Dateimanager. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
Der beigesteuerte Paket-Manager basiert auf YUM aus dem Fedora-Projekt. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
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Bitwise erklärte, dass sie "die Schönheit und das durchdachte Konzept des Systems" schätzten, die - bei allen Vorzügen dieser Systeme - weder die diversen Linuxe noch Windows jemals erreicht hätten. Natürlich sei auch eine Portion Nostalgie dabei, zudem mache es Spaß " jetzt zu beobachten, dass etwas, was es unter OS/2 bereits jahrzehntelang gibt, unter Linux oder Windows Einzug hält und als Fortschritt gepriesen wird", wie etwa die PowerShell unter Windows, die im Prinzip ähnliche Dinge tun könne wie REXX unter OS/2 seit Anfang der 1990er Jahre.

"Auch der Gedanke, jene Dinge, die IBM bei der Aufgabe des Systems halbfertig gelassen hat, auch ohne den originalen Quellcode zu erneuern oder zu vervollständigen, war und ist einer der Reize des Systems", teilte das Unternehmen weiter mit. Hier seien die Netzwerkprotokolle für SMB zu nennen, die man durch die Portierung von Samba auf eine moderne Ebene gehoben habe, oder auch Firefox, das man immerhin bis Version 45.9 gebracht habe.

Viel Open Source

Es gehört wohl eine gehörige Portion Idealismus dazu, Anwendungen für Arca OS bereitzustellen. Dass die Entwickler bei Bitwise und Arca Noae es jenseits der Nostalgie mit der Weiterentwicklung von OS/2 ernst meinen, zeigen nicht nur die neuen Treiber. Auch eine komplette Entwicklungsumgebung auf Basis der GNU Compiler Collection (GCC) und des GUI-Toolkits Qt 4 gibt es bereits vorinstalliert oder nachzuladen über den eigens angepassten YUM-Paket-Manager vom Fedora-Projekt.

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Auf die Frage, wie aufwendig eine Portierung von Software auf OS/2 sei, antworteten die Entwickler bei Bitwise: "Das kommt sehr auf die jeweilige Software an. Teilweise ist es einfach ein Recompile mit ganz kleinen Anpassungen. Teilweise ist es aber auch eine mehrmonatige Arbeit." Generell könne man sagen, dass Backendprogramme (ohne GUI) einfacher zu portieren seien als solche mit GUI, und dass Portierungen aus der Linux-Welt einfacher seien als aus der Windows-Welt. Letzteres liege daran, dass Bitwises Toolchain auf die Linux-Welt ausgerichtet sei. Gegenwärtig arbeiten die Entwickler daran, Qt 5 für Arca Noae bereitzustellen.

Moderne Hürden bei der Entwicklung für OS/2

Wie schwierig die Entwicklung für Arca Noae ist, lässt sich am Beispiel Firefox zeigen. Der Browser wird inzwischen in der Programmiersprache Rust entwickelt. Rust auf Arca Noae zu portieren, sei jedoch zu aufwendig, berichten die Entwickler bei Bitwise. Deshalb haben sie Firefox aufgegeben und setzen künftig auf andere Anwendungen, die auf Qt 5 beziehungsweise dessen Qt-Webengine basieren.

Während die im Paket-Manager YUM bereitgestellten Anwendungen regelmäßig aktualisiert werden, gibt es für Arca OS eine solche Funktion nicht. Updates auf neue Versionen müssen getrennt erworben werden. Das wirft natürlich Fragen zum Thema Sicherheit auf, obwohl es sich für Kriminelle vermutlich kaum lohnt, Angriffsvektoren für das Betriebssystem ausfindig zu machen - zu gering ist die Verbreitung. Wer Arca OS im Unternehmensbereich einsetzt, sollte aber achtgeben.

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MickeyKay 03. Dez 2018

Richtig, im Auslieferungszustand. Das ist aber konfigurierbar. Das Vollbild-Startmenu...

luckyfreddy 27. Nov 2018

Irgendwie ist es sehr schade. Ich hatte in einer alten Zeitschrift "Windows" (die hie...

Dave_Kalama 25. Nov 2018

Dann macht auch das Steinzeit Thema des OS Sinn.

demon driver 24. Nov 2018

Prinzipiell ist das völlig richtig. Das Problem: Je "globalisierter" alles erst mal ist...

ArchLInux 21. Nov 2018

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