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Läuft auf modernen Rechnern

Mit ein paar Schwierigkeiten gelang uns die Installation auf dem etwas betagten Netbook Dot S von Packard Bell. Dort hatten wir zunächst Probleme mit der Festplatte, der der Installer eine falsche Partitionsgröße unterstellte. Unsere Versuche, die Partition mit dem Live-System Gparted vorab mit JFS zu partitionieren, brachten keinen Erfolg. Auch mit dem Verwaltungsprogramm für Festplatten des Installers von Arca OS ließ sich die Partition nicht formatieren. Allerdings half uns die Fehlermeldung, dass die Festplatte von einer anderen Anwendung belegt sei.

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In den Startoptionen, die wir über den zweiten Eintrag im Bootmenü der Installations-DVD erreichten, legten wir fest, dass die Datenträgerprüfung beim Start unterlassen werden soll. Noch bevor der Installer das Partitionierungsprogramm startete, wechselten wir in das System Management, das allerlei Verwaltungswerkzeuge bereitstellt. Dort gelang es uns zunächst, den MBR der Festplatte zu löschen. Nach einem Neustart mit den gleichen Parametern wechselten wir erneut in das System Management, um eine unformatierte Partition anzulegen, diesmal mit der von Arca OS berechneten Größe - mit Erfolg.

Ausgereifter Installer

Derweil hatten wir Zeit, das System Management des von Arca Noae entwickelten Installationsprogramms genauer unter die Lupe zu nehmen. Neben dem bereits erwähnten Werkzeug zur Datenträgerverwaltung gibt es dort auch zwei Konsolenprogramme. Eines startet einen Interpreter im MS-DOS-Stil, das andere das Kommandozeilenprogramm von OS/2. Sie unterscheiden sich aber kaum im Funktionsumfang. Außerdem gibt es einen Prozessmanager, in dem wir vergeblich versuchten, das Programm zu stoppen, das wir zunächst für die Sperre des Datenträgers verantwortlich gemacht hatten.

  • Der Bootmanager der Installations-CD von Arca OS (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Bereits der ACPI-Treiber ist nicht das Original aus OS/2, sondern stammt von Arca Noae. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Die Installationsroutine beginnt ganz traditionell mit der Einrichtung von Tastatur und Maus. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Arca Noae hat die Nutzung von OS/2 von IBM lizenziert und bringt selbst einen Lizenzvertrag für Benutzer mit. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Vorlagen sorgen für eine einfachere Installation für bestimmte Anwendungsbereiche. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Zunächst muss der Datenträger eingerichtet werden. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Es folgt der erste von zwei Reboots. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Da werden Erinnerungen wach! (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Das Boot-Logo von ArcaOS (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Zunächst muss ein Datenträger für die Installation eingerichtet werden. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Über den Volume-Manager lässt sich bei mehreren Datenträgern bestimmen, wo Arca OS installiert werden soll. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Auch der Bootmanager wurde von Arca Noae erneuert. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Zumindest in der virtuellen Maschine wurde ein frischer Datenträger richtig erkannt. Auf einem Notebook mussten wir nachhelfen. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Jetzt wird der Datenträger formatiert. Zur Auswahl stehen JFS oder HPFS. Die Überprüfung auf Fehler sollte man sich für nach der Installation aufheben. sie dauert ziemlich lange. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Eine deutsche Lokalisierung gibt es zwar, eine vollständige eingedeutschte Benutzeroberfläche fehlt jedoch noch. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Auch die USB-Treiber gab es unter OS/2 in dieser Form nicht. Die Unterstützung für USB 2.0 kommt von Arca Noae. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Auch der AHCI-Treiber ist neu. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Von Arca Noae stammt auch der neue erweiterte Treiber für Grafikkarten. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Dabei bedient sich Arca Noae auch bei Open-Source-Projekten wie hier beim Soundtreiber, der von Alsa stammt. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Netzwerkkarten werden meist automatisch erkannt und mit den passenden Treibern angesprochen. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Der Installer zeigt eine Zusammenfassung der gewählten Installationsoptionen. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Das Kopieren der Installationsdaten dauert nicht allzu lange, es sind ja auch nur knapp 1,2 GByte. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Danach ist ein zweiter Neustart fällig. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Hier wird die DOS-Umgebung sichtbar samt Autoexec.bat und Config.sys. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Vor einem dritten Neustart werden noch weitere Dateien kopiert. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Die Benutzeroberfläche von Arca OS (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Arca Noae und Bitwise haben etliche Treiber beigesteuert, um das darunterliegende OS/2 von IBM auf den aktuellen Stand zu bringen. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Der Code für zahlreiche Treiber für Netzwerkkarten stammt aus FreeBSD und wurde auf Arca OS portiert. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Portiert wurde auch der Browser Firefox. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Firefox liegt aber nicht in einer aktuellen Version vor. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Zumindest wichtige Multimediaformate unterstützt Arca OS. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Die Einrichtungsoptionen unter Arca OS sind ... (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • ... recht umfangreich. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Sogar das DVD-Format wird von Arca OS unterstützt. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Spiele gibt es natürlich auch einige. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Der beigesteuerte Paket-Manager basiert auf YUM aus dem Fedora-Projekt. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Dort gibt es neben zahlreichen Entwicklungswerkzeugen auch Druckertreiber oder Schriftarten. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Wie im Original gibt es auch in Arca OS eine Windows-3.11-Umgebung. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Das weckt nostalgische Gefühle. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Für 32-Bit-Anwendungen, wie sie bis Windows 2000 funktionieren, gibt es den Emulator Odin. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Ob man wirklich den Real Player nutzen will, bleibt jedem aber selbst überlassen. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Hinter dem Icon Computer sind die wichtigsten Funktion zu finden und nicht wie heutzutage oftmals der Dateimanager. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
Zunächst muss ein Datenträger für die Installation eingerichtet werden. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)

Nützlich war, dass die umfangreiche Hilfe zum Installer von Arca OS im System Management aufgerufen werden kann. In den Startoptionen lässt sich bereits die Netzwerkkarte konfigurieren. Dann kann der im System integrierte Browser genutzt werden, um weitere Infos aus dem Internet zu holen.

Noch nicht ganz so modernisiert

Aus dem System Management kehrten wir zurück zum Installer, der jetzt endlich die interne Festplatte zur Installation anzeigte. Wir wählten dort das Dateisystem JFS aus, das als Default im Drop-Down-Menü angezeigt wurde. Alternativ gibt es HPFS zur Auswahl. FAT steht nicht zur Verfügung. Dummerweise setzten wir auch die Option, das Dateisystem gleich einer Fehlerprüfung zu unterziehen, was mehrere Stunden dauerte.

Nach diversen Neustarts begrüßte uns endlich die Benutzeroberfläche. Wir scheiterten aber daran, das WLAN einzurichten, denn in unserer Version fehlte der entsprechende Treiber. Die LAN-Netzwerkkarte wurde jedoch sofort erkannt und per DHCP automatisch ins Netzwerk eingebunden. Der Laptop ließ sich aber nicht in den Ruhezustand versetzen. Ansonsten lief Arca OS einwandfrei. Gewöhnungsbedürftig ist allerdings die mangelnde Unterstützung für das Scrollen in der Benutzeroberfläche. In aktuellen Anwendungen wie Firefox funktionierte das jedoch.

Insgesamt macht der Installer einen sehr guten Eindruck und gibt erste Hinweise, wie viel Arbeit in der modernisierten Fassung von OS/2 steckt - besonders was die Treiber betrifft, die weitgehend auf moderne Systeme angepasst worden sind.

Auch auf unserem Arbeitsrechner mit AMDs Ryzen-CPU und UEFI-Bios im Kompatibilitätsmodus gelang uns in ähnlicher Weise die Installation auf einer per SATA angebundenen SSD unter Verwendung des integrierten AHCI-Treibers.

 Moderne Treiber für ein antikes SystemViel Idealismus 
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MickeyKay 03. Dez 2018

Richtig, im Auslieferungszustand. Das ist aber konfigurierbar. Das Vollbild-Startmenu...

luckyfreddy 27. Nov 2018

Irgendwie ist es sehr schade. Ich hatte in einer alten Zeitschrift "Windows" (die hie...

Dave_Kalama 25. Nov 2018

Dann macht auch das Steinzeit Thema des OS Sinn.

demon driver 24. Nov 2018

Prinzipiell ist das völlig richtig. Das Problem: Je "globalisierter" alles erst mal ist...

ArchLInux 21. Nov 2018

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