Arc A380 im Test: Verfügbarkeit und Fazit

Derzeit ist die Arc A380 einzig in China verfügbar, dort haben wir sie für rund 1.400 Yuan gekauft - das entspricht etwa 200 Euro. Dazu kommen noch Steuern und Versand, womit uns die Grafikkarte noch etwas mehr gekostet hat. Zum Vergleich: Eine Geforce GTX 1650 gibt es für 200 Euro, eine Radeon RX 6400 für 170 Euro und eine Radeon RX 6500 XT für 190 Euro.

Fazit

AMD und vor allem Nvidia dominieren seit weit über einer Dekade das Segment für dedizierte Grafikkarten, einstige Player wie 3dfx oder Newcomer wie XGI sind längst pleite und übernommen worden. Nichtsdestotrotz ist Intel aufgrund seiner integrierten GPUs der formale Marktführer, der sich nach über 20 Jahren dazu entschlossen hat, erstmals wieder dedizierte Gaming-Pixelbeschleuniger in den Handel zu bringen.

Die Arc A380 als erstes Modell der Alchemist-Serie mit Xe-HPG-Architektur samt Raytracing-Unterstützung und moderner 6-nm-EUV-Fertigung kann jedoch gleich aus mehreren Gründen nicht überzeugen: Ohne ein System mit rBAR-Support ist die Performance signifikant schlechter als mit, weshalb die Karte für ältere PCs derzeit einen Komplettausfall darstellt. Aber auch mit rBAR kann die Arc A380 sich weder mit einer Geforce GTX 1650 noch einer Radeon RX 6400 messen und benötigt obendrein (deutlich) mehr Strom, die Effizienz ist ergo schlecht.

Problematisch sind primär der 3D-Treiber und die Spielekompatibilität, denn während die durchschnittliche Bildrate für aktuelle Titel in 1080p noch halbwegs konkurrenzfähig ist, gilt das für die Frametimes überhaupt nicht. Hinzu kommt, dass einige Titel auf der Arc A380 abstürzen, etwa Jurassic World Evolution 2. Aus dem historischen Problem der mäßigen Intel-Grafiktreiber wird somit gar ein prähistorisches. Boni wie DSR/VRS oder Image Sharpening fehlen überdies, die DLSS/FSR-Alternative XeSS bisher auch.

Ungeachtet dessen hat auch die Arc A380 ihre guten Seiten: Die AV1-Beschleunigung, sowohl Decoding als auch Encoding, ist in diesem Preisbereich ein Alleinstellungsmerkmal und auch die 6 GByte Videospeicher zugunsten höher auflösender Texturen ohne Performance-Verlust sind positiv hervorzuheben. Das allein reicht aber nicht, weshalb die Empfehlung lautet: Wer schlicht spielen möchte, greift zu AMD oder Nvidia.

Für Leute, die experimentierfreudig und frustresistent sind, hat die Arc A380 zugegeben dennoch ihren Reiz - immerhin wurde XGI als dritter Hersteller schon 2010 von SiS gekauft. Und so mies wie die Treiber der Volari V8 Duo sind die von Intel beileibe nicht, zumal der Hersteller in zügigen Abständen nachlegt. Das muss er auch, denn die Arc A770 als Topmodell soll die Geforce RTX 3070 überholen. Und in diesem Preis- respektive Leistungssegment ist ein runder Treiber definitiv Pflicht.

Hinweis: Wir haben unsere Arc A380 gemeinsam mit Computerbase und Igor's Lab importiert, daher sind dort ebenfalls Tests zur Intel-Grafikkarte zu lesen. Diese decken anteilig andere Aspekte ab und sind daher eine lesenswerte Ergänzung. Danke an die Person, welche den Import möglich gemacht hat!

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thrust26 09. Sep 2022

Verdammt! :(( Ich hoffe er bleibt uns irgendwie erhalten und verschwindet nicht hinter...

Trollversteher 25. Jul 2022

Öhm, was heißt denn hier bitte "zu sehr aufgebauscht"? Eine Karte, die weniger leistet...

ms (Golem.de) 22. Jul 2022

Hast du einen Link zum DPM? ich stehe eh mit Igor im Kontakt, bin aber im Urlaub ...

Dwalinn 22. Jul 2022

Also zumindest die beliebtesten (eSport) Spiele hätte man zuerst überprüfen müssen. Ich...



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