Wenig 3D-Leistung mit viel Stottern
Für unsere Benchmarks verwenden wir einen Core i5-12400F mit sechs Kernen und zwölf Threads bei 65 Watt, also eine Mittelklasse-CPU. Er wird mit 32 GByte DDR4-3200-CL14 auf einem Z690-Board kombiniert, rBAR ist eingeschaltet. Als Netzteil kommt ein Seasonic Prime TX mit 1.000 Watt und 80-Plus-Titanium-Effizienz zum Einsatz.
Alle Anwendungen und Spiele sowie Windows 10 21H2 x64 liegen auf einer Crucial P5 Plus, einer der schnellsten NVMe/PCIe-Gen4-SSDs. Als Grafiktreiber nutzen wir den 1743 von Intel, den Geforce 516.59 von Nvidia und die Radeon-Software 22.6.1 von AMD. Wir setzen auf CapframeX, um Framerate/Frametimes zu messen.
Zuerst einmal das Offensichtliche: Ist rBAR abgeschaltet, bricht die Performance der Arc A380 je nach Titel tatsächlich teils massiv ein - das haben wir in dieser Form noch nie gesehen. Während Anno 1800 eine Differenz von 10 Prozent zeigt und The Witcher 3 eine von 14 Prozent, sind es bei God of War satte 31 Prozent und bei Gears 5 heftige 36 Prozent - CSGO stürzt ohne rBAR schlicht ab.
Der Treiber ist keinesfalls auf AMD/Nvidia-Level
Womit wir beim nächsten Problem wären, der generellen Kompatibilität der Arc A380. Selbst mit rBAR ist diese gelinde gesagt ausbaufähig: Jurassic World Evolution 2 zeigt im Hauptmenü starke Grafikfehler und stürzt beim Laden eines Spielstands ab (JWE1 und Planet Zoo mit gleicher Engine-Basis aber laufen), God of War erreicht erst innerhalb von Missionen mehr als 5 fps und The Witcher 3 stottert so übel, dass Geralts getreues Pferd Plötze sich in ruckartigen Sprüngen vorwärtsbewegt.
Keine Probleme - zumindest was Abstürze oder Bildfehler anbelangt - hatten wir in Assassin's Creed Valhalla, Cyberpunk 2077, F1 2021, GTA 5, Horizon Zero Dawn, Kingdom Come Deliverance, Lego Builder's Journey und dem Microsoft Flight Simulator. All diese Titel sind in 1080p mit 30 bis 40 fps bei mittleren bis sehr hohen Details spielbar, die Arc A380 taugt also prinzipiell als Einsteiger-Grafikkarte. Ungeachtet dessen gilt auch bei diesem Modell, dass Intel ein (prä)historisches Problem beim 3D-Treiber hat.
Chancenlos gegen andere Lowend-Modelle
Hinsichtlich der Leistung in Spielen gilt es zu unterscheiden, welche durchschnittlichen Bildraten (Avg) erreicht werden und wie die Frametimes (P1%) ausfallen. Bei den meisten Grafikkarten verhalten sich beide relativ zueinander - es sei denn, der Videospeicher läuft über. Bei der Arc A380 ist das anders, da die P1%-Fps praktisch durchweg viel schlechter ausfallen, als es die nominellen Avg-Fps vermuten lassen.
So ist die Radeon RX 6400 rein von der durchschnittlichen Bildrate her über unseren Gaming-Parcours hinweg "nur" 31 Prozent schneller, liegt bei den Frametimes aber immense 78 Prozent vorne. Aus Sicht der Geforce GTX 1650 fällt die Differenz mit 10 Prozent und 37 Prozent nicht ganz so exorbitant aus, die Aussage bleibt aber dieselbe: Die Arc A380 verliert gegen alte wie aktuelle Einsteiger-Grafikkarten deutlich, wie auch Intels eigene Werte im Reviewer's Guide bestätigen.
Kleiner Lichtblick: Mit Raytracing, etwa in F1 2021 oder in Lego Builder's Journey, erreicht das Alchemist-Modell höhere Avg-Fps als die Radeon RX 6400; die Geforce GTX 1650 ist hier ohnehin außen vor. Je nach Titel sieht Raytracing zwar besser aus als eine Detailstufe mehr, aber in den meisten Spielen eben (noch) nicht. Weiter geht es mit der Media-Engine-Performance und der Leistungsaufnahme der Arc A380.
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Verdammt! :(( Ich hoffe er bleibt uns irgendwie erhalten und verschwindet nicht hinter...
Öhm, was heißt denn hier bitte "zu sehr aufgebauscht"? Eine Karte, die weniger leistet...
Hast du einen Link zum DPM? ich stehe eh mit Igor im Kontakt, bin aber im Urlaub ...
Also zumindest die beliebtesten (eSport) Spiele hätte man zuerst überprüfen müssen. Ich...