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Arc A380 (DG2): Intels Desktop-Grafikkarte ist ein Flop

Preis, Leistung, Strombedarf, Verfügbarkeit: Die Arc A380 legt einen Start hin, der in jedweder Hinsicht kaum hätte schlechter ausfallen können.
/ Marc Sauter
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Die Arc A380 Photon von Gunnir (Bild: My Drivers)
Die Arc A380 Photon von Gunnir Bild: My Drivers

Das lief nicht gut für Intel: Die vergangene Woche vorgestellte Arc A380 , die erste Desktop-Grafikkarte mit dem Raytracing-tauglichen DG2-Chip, schneidet in Tests ziemlich schlecht ab. Mehr noch, der Preis liegt über dem von Intel genannten und kaufen kann man die Arc A380 bisher nur in China, primär in Komplett-PCs.

Intel hatte einen Start der Arc A380 für das zweite Quartal 2022 versprochen, was mit Blick auf die genannten Einschränkungen und einer Sperrfrist zum 23. Juni eingehalten wurde. Wirklich verfügbar ist die Grafikkarte allerdings nicht, wenn sie einzig in einer – zugegeben großen sowie umsatzstarken – Region und und nur via OEMs angeboten wird.

Hinsichtlich der Performance gibt es ebenfalls wenig Erfreuliches zu vermelden, wenngleich Intels Ankündigung, die Arc A380 solle ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als die Radeon RX 6400 aufweisen, dies hatte erwarten lassen. Zur Erinnerung: Die AMD-Karte ist der langsamste Pixelbeschleuniger mit Raytracing-Unterstützung, den es mit aktueller Architektur zu kaufen gibt.

Langsamer bei höherem Energiebedarf

Nun ja, nicht ganz: Das Sample, die Arc A380 Photon von Gunnir, ist den Tests von Bilibili(öffnet im neuen Fenster) , Expreview(öffnet im neuen Fenster) , IT Home(öffnet im neuen Fenster) und My Drivers(öffnet im neuen Fenster) zufolge noch lahmer. Fast durch die Bank erreicht die Radeon RX 6400 höhere Bildraten in Spielen, einzelne Titel und der 3DMark mit Raytracing bilden die seltene Ausnahme.

Das von Intel genannte bessere Preis-Leistungs-Verhältnis bezieht sich auf 1.030 chinesische Yuan, was rund 150 Euro entspricht. Für diesen Preis ist die Arc A380 aber nicht verfügbar, für Endkunden schon gar nicht. Erschwerend kommt hinzu, dass die Gunnir-Karte mit 20 Watt im Leerlauf und 85 Watt unter Last weit aus mehr Strom benötigt als eine Radeon RX 6400(öffnet im neuen Fenster) mit 3 Watt und 50 Watt.

Unbestätigten Meldungen zufolge soll die Intel-Grafikkarte ab August 2022 in den DIY-Handel kommen, die zwischenzeitlich bei JD gelistete Gunnir-Karte ist wieder offline(öffnet im neuen Fenster) . Es gilt daher abzuwarten, wann und zu welchem Preis die Arc A380 in China und in anderen Ländern tatsächlich verfügbar sein wird.


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