Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Arbeitswelt: KI löst weltweit Ängste vor Jobverlust aus

Eine Befragung in 37 Ländern zeigt breite Befürchtungen vor Jobverlusten durch KI und einer wachsenden Spaltung zwischen Arm und Reich.
/ Nils Matthiesen
10 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Weltweite Bedenken wegen KI (Symbolbild) (Bild: Pavel Danilyuk / Pexels)
Weltweite Bedenken wegen KI (Symbolbild) Bild: Pavel Danilyuk / Pexels

Eine internationale Untersuchung des Pew Research Center(öffnet im neuen Fenster) zeigt Vorbehalte gegenüber dem Einsatz künstlicher Intelligenz. Demnach geht in 34 von 37 untersuchten Staaten der überwiegende Teil der Befragten davon aus, dass KI in den kommenden 20 Jahren zu einem Rückgang von Arbeitsplätzen führen werde.

Besonders hoch sind die Bedenken in Ländern mit hohem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf. In Australien, Südkorea und den USA erwarten rund 70 Prozent oder mehr der Erwachsenen Stellenverluste. In den USA stieg dieser Wert innerhalb von zwei Jahren um sieben Prozentpunkte. In Ländern mit mittlerem Einkommen ist der Anteil der Unentschlossenen mit oft vier von zehn Befragten oder mehr deutlich höher.

Unterschiede bei Alter, Geschlecht und Bildung

In etlichen High-Income-Staaten wie Kanada, Frankreich, Singapur und Schweden sowie in Middle-Income-Nationen wie Indien, Indonesien und Malaysia sorgen sich vor allem jüngere Menschen im Alter von 18 bis 34 Jahren häufiger vor Jobverlusten als Erwachsene ab 50 Jahren. In elf überwiegend einkommensstarken Ländern befürchten zudem Frauen häufiger als Männer einen Jobabbau; in Frankreich beträgt die Differenz zehn Prozentpunkte.

Ferner herrscht Skepsis bezüglich der wirtschaftlichen Ungleichheit. In Ländern wie Südkorea, Australien, den USA, Griechenland und Kanada sagen mindestens vier von zehn Befragten, dass KI die Kluft zwischen Arm und Reich vergrößern werde. Weltweit geht in keinem Land mehr als ein Viertel der Befragten davon aus, dass KI diese Ungleichheit verringert; in 29 Ländern liegt dieser Wert im einstelligen Bereich.

Wachsende Skepsis in vielen Regionen

Beim Blick auf den Alltag halten sich Sorge und Begeisterung oft die Waage. Über 37 Länder hinweg liegt der Median der Personen, die gleichermaßen besorgt wie begeistert sind, bei 41 Prozent. Der Median derer, die überwiegend besorgt sind, liegt bei 37 Prozent. Israel ist das einzige Land, in dem überwiegend Begeisterung überwiegt. In Schweden, Polen, den Niederlanden, Ungarn und Australien ist der Anteil der besorgten Personen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.


Relevante Themen