• IT-Karriere:
  • Services:

Arbeitsstättenverordnung: Droht der Telearbeit das Aus?

Die geplante aktualisierte Arbeitsstättenverordnung könnte die Telearbeit in Deutschland nachhaltig beeinflussen und Unternehmen dazu bringen, sie nicht mehr zu gestatten. Grund sind geplante Vorschriften für die Gestaltung der Heimarbeitsplätze.

Artikel veröffentlicht am ,
Homeoffice in Gefahr?
Homeoffice in Gefahr? (Bild: Sergey Galyonkin/(CC BY-SA 2.0))

Die CDU fürchtet laut einem Bericht des Focus, dass die geplante Arbeitsstättenverordnung berufstätigen Eltern den Wunsch nach Heimarbeit verbauen könnte. Die CDU-Familienpolitikerin Nadine Schön wünscht sich Nachbesserungen: "Die Regelung sollte man so gestalten, dass sie Telearbeit ermöglicht und nicht durch gut gemeinte Ideen am Schluss verhindert", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU-Fraktion dem Magazin.

Stellenmarkt
  1. IT-Systemhaus der Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg
  2. Compador Dienstleistungs GmbH, Berlin

Die noch nicht verabschiedete Arbeitsstättenverordnung 2015 sieht vor, Telearbeitsplätze im Homeoffice denen im Büro gleichzusetzen. Das hört sich auf den ersten Blick gerecht an, bedeutet jedoch auch, dass die Arbeitgeber selbst oder ein Arbeitsmediziner die Telearbeitsplätze zu Hause überprüfen müssten. Dabei sind unter anderem die Sonneneinstrahlung, die Beleuchtungsstärke und die Temperaturen am Heimarbeitsplatz sowie die Schreibtischgröße und dessen Oberflächenbeschaffenheit von Belang.

Dieses Reglement brachte Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer bereits gegen Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) auf, die sich von den harschen Äußerungen Kramers sogar persönlich angegriffen fühlte.

Was passiert, wenn Arbeitnehmer die Untersuchung ihres Arbeitsplatzes zu Hause verweigern, wird sich zeigen. Bei Berufserkrankungen, die durch einen unergonomischen Arbeitsplatz entstehen, könnte sich die Berufsgenossenschaft an den Arbeitgeber richten. Aus diesem Haftungsrisiko und dem Überwachungsdilemma könnten Arbeitgeber dazu übergehen, Telearbeit künftig nicht mehr anzubieten, so die Befürchtung.

Klärungsbedarf im Kabinett

Nach Ansicht von Andrea Fergen, IG Metall-Vorstandsmitglied und stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Arbeitsstätten (ASTA), sind nur Telearbeitsplätze betroffen, die vom Betrieb eingerichtet wurden, wie die Mitteldeutsche Zeitung berichtet. Diese könnten vom Arbeitgeber auch aufgesucht werden.

Einen chronologischen Überblick über die Streitigkeiten rund um die Arbeitsstättenverordnung bietet ein Artikel des Arbeitsschutz-Portals.

Die Verordnung sollte ursprünglich in der vergangenen Woche vom Kabinett verabschiedet werden. Dies wurde aber zurückgestellt. Offenbar gibt es noch Klärungsbedarf.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 154,99€ (Vergleichspreis 185€)
  2. (u. a. Horizon: Zero Dawn - Complete Edition (PC) für 38,99€, Wreckfest für 12,99€, Sekiro...
  3. (u. a. Sandisk Extreme PRO NVMe 3D SSD 1TB M.2 PCIe 3.0 für 145,90€ (mit Rabattcode...
  4. (u. a. Edifier R1280DB PC-Lautsprecher für 99,90€, Acer X1626H DLP-Beamer für 449, Grundig VCH...

quineloe 11. Feb 2015

Ich wünsche dir, dass du von deinem hohen Roß auf einen Zeitarbeitsplatz fällst, in dem...

plutoniumsulfat 10. Feb 2015

Gab doch mal ne Studie über Streaming im Bundestag :D

plutoniumsulfat 10. Feb 2015

Das ist ein wichtiger Punkt. Diese Trennung ist sehr wichtig, um privat abschalten zu können.

Leichse 10. Feb 2015

hmm... Mal von der Unmöglichkeit dieser Aktion abgesehen, wäre derjenige ziemlich Banane...

Leichse 10. Feb 2015

Liegt vielleicht daran, das man früher oder später standartmäßig mal daran erinnern kann...


Folgen Sie uns
       


Programmiersprache Go: Schlanke Syntax, schneller Compiler
Programmiersprache Go
Schlanke Syntax, schneller Compiler

Die objektorientierte Programmiersprache Go eignet sich vor allem zum Schreiben von Netzwerk- und Cloud-Diensten.
Von Tim Schürmann


    Threat-Actor-Expertin: Militärisch, stoisch, kontrolliert
    Threat-Actor-Expertin
    Militärisch, stoisch, kontrolliert

    Sandra Joyces Fachgebiet sind Malware-Attacken. Sie ist Threat-Actor-Expertin - ein Job mit viel Stress und Verantwortung. Wenn sie eine Attacke einem Land zuschreibt, sollte sie besser sicher sein.
    Ein Porträt von Maja Hoock

    1. Emotet Die Schadsoftware Trickbot warnt vor sich selbst
    2. Loveletter Autor des I-love-you-Virus wollte kostenlos surfen
    3. DNS Gehackte Router zeigen Coronavirus-Warnung mit Schadsoftware

    Pixel 4a im Test: Google macht das Pixel kleiner und noch günstiger
    Pixel 4a im Test
    Google macht das Pixel kleiner und noch günstiger

    Google macht mit dem Pixel 4a einiges anders als beim 3a - und eine Menge richtig, unter anderem beim Preis. Im Herbst sollen eine 5G-Version und das Pixel 5 folgen.
    Ein Test von Tobias Költzsch

    1. Smartphone Google stellt das Pixel 4 ein
    2. Android Googles Dateimanager erlaubt PIN-geschützten Ordner
    3. Google Internes Dokument weist auf faltbares Pixel hin

      •  /