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Arbeitsspeicher: Ryzen 3000 rechnet mit DDR4-3733-CL16 am schnellsten

AMDs Zen-2-CPUs unterstützen offiziell DDR4-3200, können aber auch mit deutlich höher getaktetem Speicher umgehen. Ein umfangreicher Test zeigt, dass DDR4-3733 mit relativ straffen Latenzen derzeit das Optimum für die Ryzen 3000 darstellt, weil so auch die interne Fabric-Geschwindigkeit steigt.

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X570-Platine mit G.Skills Trident Z Royal
X570-Platine mit G.Skills Trident Z Royal (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Im Test der Ryzen 3000 haben wir nur kurz ausprobiert, wie gut AMDs Prozessoren auf schnelleren Arbeitsspeicher ansprechen. Ein sehr aufwendiger Artikel der rumänischen Hardware-Seite Lab 501, der auch auf Englisch vorliegt, hat sich detailliert mit der RAM-Skalierung der CPUs auseinandergesetzt. Den Kollegen zufolge ist DDR4-3733 mit CL16-Latenzen die momentan ideale Konfiguration für alltagstaugliche Systeme, da hier Durchsatz und Zugriffszeit verglichen zum Standardtakt besser ausfallen.

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AMD liefert die Chips mit einer Unterstützung von DDR4-3200 aus, zumindest solange pro Speicherkanal ein Single-Rank-Modul verwendet wird. Wir haben alle unsere Benchmarks mit CL14-14-14-34-1T durchgeführt, was bereits zu sehr guten Resultaten führt. Wird der Takt erhöht, steigen üblicherweise die Latenzen, weshalb Lab 501 für DDR4-3733 auf CL16-16-16-36-2T gesetzt hat. Die Zen(-2)-Architektur weist jedoch eine Besonderheit auf: Der Takt des Speichers ist mit dem des RAM-Controller gekoppelt und dieser wiederum mit dem Infinity Fabric, welches alle Chipbestandteile miteinander verknüpft.

Wird als die Frequenz von DDR4-3200 auf beispielsweise DDR4-3600 gesetzt, arbeiten der Speichercontroller und das Fabric mit 1.800 MHz statt mit 1.600 MHz und der Prozessor wird auch intern beschleunigt. Aufgrund der CL16-Einstellungen sinkt überdies die absolute Latenz des Speichersubsystems verglichen zu DDR4-3200-CL14, was ebenfalls zu einer Leistungssteigerung führt. Bei DDR4-3733 sollte das Fabric eigentlich mit 1.866 MHz arbeiten, diesen Takt erreichen aber nicht alle CPUs und eine synchrone statt asynchrone Frequenz sorgt ohnehin für bessere Resultate. Ab DDR4-3733 greift zudem eigentlich ein 1:2-Teiler, bei DDR4-4000 etwa liegen keine 2.000 MHz für das Fabric an, sondern nur 1.000 MHz.

Die Differenz zwischen DDR4-3200-CL14 und DDR4-3733-CL16 mit entsprechendem RAM-Controller und Fabric-Takt ist vergleichsweise gering, in einigen Benchmarks und auch realen Anwendungen liegt der Zuwachs aber bei über 10 Prozent. Auch Spiele können bei der minimalen Bildrate profitieren, obgleich die durchschnittlichen Fps nicht steigen. Wer DDR4-3733-CL16 verwenden möchte, benötigt jedoch Speichermodule mit sehr guten B-Dies von Samsung oder exzellenten Chips von Micron oder SK Hynix, was die Sticks teuer macht. 16-GByte-Kits wie G.Skills Trident Z Royal kosten wenigstens 200 Euro.



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rotanid 28. Jul 2019

auch die FlareX haben diese unsäglichen Blechdeckel. Mit DDR4-3200 finde ich nur Crucial...

ms (Golem.de) 23. Jul 2019

Jedem seine Interpretation der Zahlen =)

Quantium40 22. Jul 2019

Ganz so zuverlässig ist RAM leider nicht. Nur merkt man davon in der Regel nichts, weil...

1e3ste4 22. Jul 2019

Nö. Die ns ergeben sich aus Takt und CL. Und bei gleichem Takt und gleichem CL kommen...

ms (Golem.de) 22. Jul 2019

Wieso Fauxpas? ich habe ja den Test und auch diese News geschrieben, sprich ich kenne den...


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