Arbeitsspeicher: DRAM-Preise sollen weiter sinken

Über 20 Prozent günstiger bis Ende des Jahres: Weil die Lager voll sind, reduzieren die großen RAM-Hersteller die Preise für Speicher.

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Ein DDR5-Kit von Gskill
Ein DDR5-Kit von Gskill (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

In den kommenden Wochen und Monaten soll DRAM weniger kosten als derzeit: Für das dritte Quartal 2022 rechnen Trendforce-Analysten mit einem Preisrückgang von 13 bis 18 Prozent, im vierten Quartal ist von weiteren 3 bis 8 Prozent die Rede. Dadurch wird DDR3- und DDR4-Speicher günstiger, auch die Kosten für DDR5 könnten sinken.

Hintergrund sind volle Lager bei den DRAM-Fertigern in Korea, also Marktführer Samsung und dem ebenfalls dort ansässigen SK Hynix. Andere Hersteller wie Micron aus den USA müssen bei diesen Preissenkungen mitziehen, wenn sie ihre Chips weiterhin verkaufen wollen. Infolgedessen erwartet Trendforce zeitnah einen klaren Trend nach unten, wenngleich dieser primär älteren Speicher betrifft.

Der Bericht dreht sich vor allem um DDR3 und DDR4, wobei die Preise hier schon ziemlich tief gesunken sind: Ein Kit mit 32 GByte DDR4-3200, was den Spezifikationen aktueller AMD- und Intel-Prozessoren entspricht, gibt es für unter 100 Euro. Selbst zwei 16-GByte-Riegel mit DDR-4000 sind für 150 Euro verfügbar, darüber wird es teuer.

Bei DDR5 sinken die Preise langsamer

Bei DDR5-Speicher ist die Situation etwas anders, da es aufgrund der 200-mm-Wafer-Knappheit an PMICs mangelt. Modelle wie Renesas' P8911, der von Micron auf den hauseigenen Crucial-Sticks und von quasi allen anderen Anbietern eingesetzt wird, sind daher schlecht verfügbar. Ergo ist die Menge an herzustellenden DDR5-Riegeln trotz genügend DRAM-Dies limitiert, was den Preis oben hält.

Der PMIC passt die eingehenden 5 Volt auf die Versorgungsspannung der DRAM-Bausteine an, also 1,1 Volt bei Standardmodulen mit DDR5-4800 und bis zu 1,3 Volt bei Overclocking-Versionen mit DDR5-6000. Ein Kit mit 32 GByte und DDR5-5200, wie es AMDs kommende Ryzen 7000 (Raphael mit Zen4) unterstützen, kostet derzeit noch rund 200 Euro.

Intels nächste CPU-Generation, die 13th Gen alias Raptor Lake, kann mit DDR4-3200 und mit DDR5-5600 umgehen. Zumindest was den Speicher anbelangt, lässt sich hier also Geld sparen - der Einfluss auf die Performance ist zumindest bisher bei Alder Lake relativ gering.

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