Arbeitsspeicher: DDR5 nutzt Spannungsversorgung auf dem Modul
Dem Speichergremium Jedec und dem Buffer-Chip-Hersteller IDT zufolge wird bei DDR5-Modulen zugunsten der Effizienz ein PMIC (Power Management IC) verwendet. Das berichtet die c't(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf eine Präsentation von IDT(öffnet im neuen Fenster) auf dem Jedec Server Forum vom 19. September 2017. Der PMIC wird auf Registered DIMMs verwendet und regelt dort die Spannungsversorgung, anstatt das dies über Wandler auf dem Mainboard geschieht. Das spart Platz, verbessert die Kühlung und senkt schlussendlich die Kosten.
Die Spannung sinkt auf 1,0 Volt
Mit DDR5 sollen sich die Datentransferrate und die Kapazität verdoppeln, der Speicherhersteller Micron etwa prognostiziert bis 6,4 Gbps und 32 GBit pro Chip. Das würde DDR5-6400 statt heutigem DDR4-3200 entsprechen, wenngleich einige Riegel für Übertakter auch als DDR4-4600-Module verkauft werden. Trotz der hohen Geschwindigkeit soll die Spannung von DDR5-DIMMs bei nur 1,1 Volt liegen – laut IDT sind es bei RDIMMs offenbar sogar 1,0 Volt. Bei einem Dual-Sockel-Board mit 32 RAM-Bänken sind viele Spannungswandler notwendig, weshalb ein Power Management IC pro Speichermodul angedacht ist.
Die Hauptplatine muss dann nur 12 Volt an den PMIC liefern, der eine Spannung von 1,0 Volt an die Chips (VDD) ausgibt. Hinzu kommen die Spannungen wie VDDQ (1,1 Volt) und VPP (1,8 Volt) für Datensignale und EEPROM mit den SPD-Informationen. Bei DDDR4-Speichern beträgt die VDD übrigens 1,2 Volt, bei DDR3-SRAM sind es 1,5 Volt.
Zu den ersten Herstellern von DDR5 gehört Rambus: Die US-Amerikaner arbeiten an Buffer-Chips für Registered DIMMs (RDIMMs) und Load Reduced DIMMs (LRDIMMs), erste Prototypen(öffnet im neuen Fenster) sollen einsatzbereit sein.



