Arbeitssicherheitsreport: Homeoffice macht viele Menschen krank
Rund jeder dritte Arbeitnehmer im Homeoffice klagt über gesundheitliche Beschwerden wie Rücken- und Kopfschmerzen oder Stress. Das geht aus dem Dekra-Arbeitssicherheitsreport 2021 hervor, für den bundesweit rund 1.500 Beschäftigte aller Branchen befragt wurden. Gründe für die Beschwerden könnten nicht-ergonomische Arbeitsplätze sein, heißt es in dem Bericht.
Der Bericht erlaubt einen Einblick auf die Auswirkungen des riesigen Homeoffice-Zuwachs, der durch die Coronavirus-Pandemie nötig wurde. Ein Drittel hat mit fehlender oder unzulänglicher Arbeitsausstattung wie einem zu kleinen Bildschirm oder instabilem Internet zu kämpfen. Längere Arbeitszeiten oder Arbeiten zu untypischen Zeiten, beispielsweise am Abend oder am Wochenende, betreffen 32 Prozent.
Psychische Erkrankungen nehmen zu
Der Report(öffnet im neuen Fenster) führt an, dass die Krankenkassen schon 2020 die ersten gesundheitlichen Auswirkungen verzeichnet hätten. Laut der Krankenkasse DAK stiegen die Ausfalltage aufgrund von Rückenbeschwerden im Vergleich zu 2019 um 7 Prozent. Die Fehlzeiten aufgrund von psychischen Erkrankungen nahmen um 8 Prozent zu.
Das Homeoffice hat dem Bericht zufolge aber nicht nur negative Auswirkungen. So sagten 82 Prozent der Befragten, sie fänden es gut, sich den Weg ins Büro zu sparen. Jeweils 67 Prozent begrüßen, dass sie zu Hause in gemütlicher Kleidung arbeiten oder ihre Arbeitszeit flexibel einteilen könnten.
Die Umfrage ist nach Angaben der Autoren repräsentativ und wurde zusammen mit dem Institut Forsa durchgeführt.
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